Zuhause

22. März 2211


Clarence B. Sky

Die Leichtigkeit, mit der sie ihre gemeinsame Zeit und ihre Intimität genossen, war mit nichts auf der Welt zu vergleichen was Clarence kannte. Dass es derart Spaß machen wie auch gleichzeitig prickelnd sein konnte einander nahe zu sein, war viele Jahre lang außerhalb seiner Vorstellungskraft gewesen. In seiner Jungend, weit fernab von hier in seiner Heimat, war es mehr Pflicht als Verlangen gewesen die Ehe zu vollziehen. Freilich war es dem Blonden keine Qual gewesen, aber unterm Strich eben auch mehr eine Notwendigkeit auf dem Weg zum Zuwachs seiner Familie. Die wenigen Huren, auf die sich der einst so brave Christenjunge auf Drängen seines heutigen Mannes später eingelassen hatte, hatten jene starren Konstrukte von Pflicht und Notwendigkeit zwar aufgebrochen; doch Vergnügen war etwas, das er in diesem Zusammenhang nur mit Matthew so richtig kennengelernt hatte.

Die Dinge, die er seitdem durch Matthew gelernt hatte, gingen über das richtige Wie, Techniken oder Durchhaltevermögen weit hinaus. Vielmehr hatte der Jüngere ihm beigebracht sich in seiner eigenen Haut und mit sich selbst wohl zu fühlen, viele Dinge nicht mehr so zu zerdenken wie früher und vielmehr einfach zu machen und dabei zu genießen, etwaige Sorgen auf später verschiebend.

All das und noch viel mehr machte, dass ihre Zeit miteinander so herrlich ungezwungen und trotzdem prickelnd war, dass nicht einmal ihre Albernheiten oder das gemeinsame Lachen ihre lustgeschwängerte Stimmung trüben konnte. War er mit Cassie zusammen, dann scherzte er mit seinem besten Freund, flüsterte wonnig mit seinem Geliebten und verehrte seinen Ehemann - zur selben Zeit, ganz ohne, dass das eine das andere ausschloss oder sich miteinander widersprach.

Von Vorfreude wie auch Lust angespannt, beobachtete er gebannt das kleine Rinnsal Alkohol, wie es sich den Weg die eigene Brust hinab bahnte.

„Tja… kann sein, dass ich bei Dingen, die ich unbedingt will, etwas weniger Tollpatschig bin als bei anderen Sachen“, gestand er ungeniert ein, sichtlich ein amüsiertes Grinsen unterdrückend, während er dem Knienden entgegen nickte. „Konzentriert dich lieber. Du hast eine verantwortungsvolle Aufgabe vor dir!“

Es stimmte, dass Claire sich oftmals schwer damit tat irgendwelche filigranen Arbeiten zu verrichten. Rein zufällig waren das meistens Tätigkeiten aus dem Haushalt, beim Aufräumen oder beim Kochen - wenn es Speisen waren, die sein Mann sich gewünscht hatte. Unterm Strich war es Clarence aber noch nie schwer gefallen irgendwelche feinen Knoten oder Knöpfe an Cassies Wäsche oder dessen Gürtelschnalle zu öffnen - und genauso wenig stellte es eine nennenswerte Herausforderung dar geschickt ein schmales Rinnsal Whisky an seinem Körper hinab zu dosieren. Alles Dinge, die seinem Mann zu denken geben könnten aber die zum Glück des Bären noch nie zu ernsthaften Diskussionen geführt hatten.

Doch darüber konnte und wollte Clarence sich derzeit keine Gedanken machen. Viel zu sehr konzentriert war er auf die warme Zunge, die über seine Haut hinweg leckte und sich nur langsam zum Zentrum seines Bauches vorkämpfte. Noch während die Spur des Alkohols auf seiner Brust langsam trocknete, stand die warme Zunge seines Mannes im Kontrast zum kühlen Verdampfen des Whiskys und malte ein sinnliches Bild bei Verführung auf seine Haut, der sich Clarence nur allzu gerne hingab.

Die Brücke zwischen Konzentration ob seiner ehrenvollen Aufgabe das Glas zu verwalten wie auch dem Sehnen danach, sich den kosenden Fingern seines Mannes mit geschlossenen Augen hinzugeben, war eine gefährliche und ganz offensichtlich lockte Cassie ihn dazu, sich einfach fallen und die Dinge geschehen zu lassen, die vor ihm lagen. Sein Schwanz pochte ihm fest unter den zärtlichen Streicheleinheiten seines Geliebten und als Mathew sich endlich anschickte ihn von seiner Wäsche zu befreien, drang ein erleichtertes Seufzen über die Lippen des Blonden, das seine Sehnsucht ganz offen verriet.

Die Grenzen zwischen dem, was als unschuldiges Erlebnis bis auf Höhe seines Nabels gedacht war und dem, was daraus geworden war, war längst überschritten und noch während Matthews feuchte Zunge zum ersten Mal auf seinem prallen Schaft aufkam, drängte er sich auf dem Stuhl genießend seinem Mann entgegen.

Mhh… hör jetzt… bloß nicht auf damit…“ - Schon unzählige Male hatte Cassie ihn auf diese Weise liebkost. Zahllose Nächte lang hatte er ihn dort geküsst, geleckt und ihm die süßesten Höhepunkte beschert, die Claire sich hätte vorstellen können - und trotzdem fühlte es sich jedes Mal erneut überwältigend an, wenn dieser Mann sich seinem Schwanz voller Hingabe widmete.

Ganz zart und neugierig spürte er die heiße Zunge seines Mannes auf seiner eigenen Spitze kreisend, ein Gefühl das es ihm schon jetzt schwer machte sich zu konzentrieren, wenngleich noch kaum etwas geschehen war. Erst nur eine unsichere Bewegung machend, stellte er schließlich doch noch das Glas sicherheitshalber auf dem Tisch neben ihnen ab, sich schon jetzt bewusst wie wenig er noch darauf aufpassen konnte, nun wo Cassie langsam die Lippen um ihn zu schließen begann.

F-Fuck, wenn wir… das nächste Mal am Teich sind… machen wir g-genau das hier…“, prophezeite er seinem Mann mit dünner Stimme und als er das nächste Mal wieder träge die Augen öffnete, hatte sich ein von Lust verhangener Glanz über seine Iriden gelegt.

Fiebrig beobachtete er mit welchem Genuss sich Matthew seine Kuppe einverleibte und als der Dunkelhaarige sie einen Moment aus seinen Lippen entließ, glänzte seine rosige Spitze verführerisch im flackernden Schein der Flammen. Das sündige Bild, welches sein Mann ihm bot, ließ den Bären von Mann zittrig brummen. Was sie miteinander trieben war auf eine eigentümlich unschuldige Weise verrucht und erregte Clarence so sehr, dass seine Länge immer wieder gierig zwischen den Lippen des Jüngeren aufbegehrte, sich danach sehnend noch tiefer in den Mund seines Wohltäters hinein gleiten zu dürfen - und doch trieb Clarence den Dunkelhaarigen nicht dazu schneller voranzuschreiten, sondern genoss die prickelnde Ruhe die über ihrem Tun lag nur umso mehr.

Du lässt mich… m-mich immer so hart werden wenn d-du mich so gut leckst…“, raunte er leise und legte seine Hand Nähe suchend an Cassies Nacken, von wo aus er ihm sanft hinauf bis zur Wange strich um ihn dort mit dem Daumen zu streicheln und einen Moment davon zurück zu halten, sich sofort ein weiteres Mal über seinen Schwanz zu legen. Alleine die hingebungsvolle Liebkosung seiner Spitze reichte aus, um schon jetzt den ersten sachten Tropfen seiner Erregung aus dem zarten Spalt seiner Kuppe hervor zu locken. Sie beide wussten wie sehr Cassie diesen Genuss liebte und wie gerne Clarence seinem Mann dabei zusah, wenn er von ihm kostete und als der Jäger seine freie Hand zu den fremden Fingern mit an seine eigene Länge legte, brauchte es nur wenige geschickte Streicheleinheiten von seiner prallen Wurzel hinauf, um Cassie sichtlich etwas mehr dieser geliebten milchigen Tropfen empor zu drängen. 


Matthew C. Sky