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Zuhause

22. März 2211


Clarence B. Sky

„Oh, keine Sorge. Das fragen die sich jetzt schon“, korrigierte Clarence seinen Mann siegessicher und lehnte sich dabei wohlig dem Kuss auf sein Ohr entgegen. Dass sich Rory und seine Kameraden jetzt schon fragte, wie er an diesen Torfkopf namens Matthew geraten war, war offensichtlich - nur das mit dem besten Anführer aller Zeiten war für diese ganzen Trottel noch nicht absehbar.

Ein erheitertes Schmunzeln hatte derweil von seinen Lippen Besitz ergriffen und hellte das Antlitz des Bären sichtlich auf. Er genoss es mit seinem Mann gemeinsame Zeit zu verbringen. Ihre Unterhaltungen mussten nicht immer tiefgründig sein um ihre Abende zu füllen, noch mussten sie etwas produktives tun oder sich mit Spielen die Stunden vertreiben. Matthew alleine war es, der ihn mit seiner ganzen Art unterhielt, ihn glücklich machte und völlig für sich einnahm.

„Ich glaube nicht, dass du jemals einen runzligen Hintern bekommst. Du bist zu gut in Schuss um im Alter plötzlich schlaff und eingefallen zu werden. Außerdem brauche ich keine Würde, so lange ich den hier haben kann“, widersprechend schüttelte er den Kopf und nahm die Hand von der fremden Taille, um stattdessen lobend auf Cassies Allerwertesten zu klopfen, der so schön warm auf seinem Schoß geparkt war. „Dieses gute Stück hier bleibt so knackig wie eh und je. Wenn uns keiner mehr besuchen will? Umso besser. Dann bleibt mir mehr Zeit mit meinem noch immer gutaussehenden aber mittlerweile gebrechlichen nackten Mann, der alleine nicht mehr von der Wiese hoch kommt.“

Die Vorstellung war so amüsant, dass er sie beide schon jetzt auf der Wiese vor ihrem Teich sehen konnte. Aber bis es so weit war, vergingen hoffentlich noch sehr viele gute Jahre in denen sie nicht dem Alter oder irgendwelchen Gebrechen zum Opfer fielen.

Matthew aus der Nähe musternd, biss er sich schmunzelnd auf die Unterlippe und schob dabei ungeniert seine Finger unter das bisschen Stoff, das der Jüngere am Leib trug. Nicht weit genug um ihn ernsthaft zu begrabbeln, aber ausreichend, damit besagtes Prachtexemplar von einem Hintern in seiner Hand lag und er Cassie neckend in selbigen zwicken konnte, während der Dunkelhaarige mit dem Inhalt des Whiskyglases kämpfte.

„Dieses Gebräu, wie du es nennst, ist eben nichts für zart besaitete feine Akademiker wie dich. Ihr vertragt nur gegorenen Traubensaft und manchmal vielleicht ein bisschen Likör - wenn er denn süß genug ist.“

Cassie aufzuziehen war ihm eine seiner liebsten Beschäftigungen. Dennoch ließ er sich artig das Glas an die Lippen legen und nahm einen fast schon zaghaften Schluck, fast so als müssten sie ernsthaft voreinander das Gesicht wahren und hätten sich noch nie gegenseitig besoffen ins Bett bugsiert.

Sie wollen mich doch betrunken und gefügig machen, Mister Sky. Das merk ich doch!“, flüsterte Clarence seinem Gegenüber verschwörerisch zu und drängte ihn sich am Gesäß etwas dichter entgegen. Nicht, dass es ihm etwa zuwider wäre wenn sein Mann ihn abfüllte - wie sich kurz darauf bewies, während er auffordernd dem Glas entgegen nickte und es sich von Matthew ein weiteres Mal an die Lippen legen ließ, um einen tieferen Schluck daraus zu nehmen. Früher hatte es ihn nicht weniger gestört als die meisten anderen, wie stark der Alkohol einem in der Kehle brannte und wie wenig Geschmack der Widerwille zu schlucken einem noch über ließ, wenn man sich nicht auf härteren Alkohol einließ. Aber er schmeckte auch nach Jugend. Nach geklautem Selbstgebrannten aus fremden Kellern und nach dem Alkohol den sie flaschenweise auf Festen entwendet hatten, wenn die Erwachsenen bereits getrunken hatten und auf einem Auge blind geworden waren für die Langfingereien ihrer Kinder.

Brummend drängte er seine Nase gegen das Ohr des Jüngeren, der nach Ofenfeuer, Wein und frisch gewaschenem Haar roch. Noch immer konnte er kaum damit aufhören sich an Matthews Gegenwart zu ergötzen, nachdem er so viele Wochen alleine in dieser kleinen Wohnung hier verbracht hatte.

Vielleicht hättest du damals auf dem Boot auch lieber etwas Whisky in meine Tasse geben sollen statt mir Gemüsesuppe, Moby Dick und weiß der Teufel was einzuflößen, das du noch mit rein gepanscht hast. Dann wäre ich sicher schneller eingeschlafen und hätte dir deine Ruhe gelassen“, wisperte er leise in das Ohr seines Mannes, bevor er einen zarten Kuss auf Cassies Nacken hauchte. „Aber ich hätte nichts dagegen, wenn du mir wie damals brav mein Gläschen anreichst und mich ein bisschen abfüllst. Ich kann dir nur nicht versprechen, dass ich mich dabei so brav benehme wie damals…“


Matthew C. Sky

„Ich bin zu gut in Schuss um in vierzig Jahren einen schlaffen Arsch zu haben? Baby, ich glaube du verkennst die Lage.“

Nicht, dass Matthew scharf auf irgendeine Form von körperlichem oder geistigem Verfall war, aber die Theorie das er heute zu fit war um in vierzig Jahren klapprig und runzlig zu sein, war schon ganz schön kühn. Um nicht zu sagen utopisch. 

Aber Clarence ließ sich von seiner Traumtänzerei nicht abbringen und klopfte auf Cassies aktuell tadellose Kehrseite - was den Jüngeren zum Lachen brachte. „Du hast so eine Macke, Sky. Ist dir klar, oder?“ - ob es Clarence klar war oder nicht spielte im Grunde keine Rolle. Wenn es nach dem Jüngeren ging, dann konnte ihr Lebensabend jedenfalls noch Ewigkeiten warten. Er hatte viel zu viel Lust auf Abenteuer und endlose Stunden mit seinem Mann. Er wollte die Welt sehen, wollte ihre Verbindung zueinander weiter vertiefen, wollte sehen wohin sich das mit ihnen noch entwickelte und er war begierig darauf, Clarence noch besser kennenzulernen als er es jetzt schon tat. Nichts zwischen ihnen war Cassie langweilig und nichts nahm er als selbstverständlich an. Dass ausgerechnet er, der herzenbrechende Schnösel, einmal derartige Erfüllung darin finden würde verheiratet zu sein hätte wohl noch nicht einmal Clarence erwartet.  

Viel wichtiger als jene vom Blonden gezeichnete ferne Zukunft - von der Matt hoffte sie würden sie haben -  war somit das Hier und Jetzt. Und das Gefühl, welches Cassie hatte so lange er nur mit Clarence zusammen war. In den Armen des ach so großen Anführers fühlte er sich aufgehoben. Es ging dabei nicht darum ob er schutzbedürftig war - das war er nicht, es ging auch nicht darum ob er alleine hier nicht klarkäme - denn das käme er. Es ging um das Gefühl, dass Clarence genau dieser eine Mensch auf der Welt war, mit dem er jederzeit bedingungslos alles teilen konnte - ohne Angst vor Repressalien haben zu müssen. 

Egal was sie miteinander besprachen, ob es ernste Themen waren oder völliger Nonsens: ihr Zusammensein war immer auf Augenhöhe und es fühlte sich für Matthew auf eine Weise vollkommen an, wie er es nicht beschreiben konnte. 

Aus ihrer innigen Freundschaft war eine derart innige Liebe geworden, dass kein Ungemach der Welt sie würde entzweien können. 

„Hey!“, er zuckte zusammen als Clarence ihn frech zwickte und revanchierte sich, in dem er ihn in den Nippel kniff. 

„Du redest als würdest du dich mit Intellektuellen auskennen. Das ist, als würde mir ein Blinder was von bildender Kunst erzählen.“, er grinste frech und setzte Clarence erneut das Whiskeyglas an die Lippen. Fasziniert und verliebt beobachtete er wie Clarence trank und gab ungeniert zu: „Klar will ich dich abfüllen.“ - wollte er zwar eigentlich nicht, aber um die Wahrheit ging es bei ihrem Geplänkel schon längst nicht mehr. Außerdem war es nun auch nicht so als hätte er etwas dagegen Clarence dabei zu helfen den anstrengenden Tag hinter sich zu lassen. 

Genießend schloss Cassiel die Augen als der Wildling ihn schließlich in seinen Nacken küsste und schmunzelte. Hatte der Blonde eine Ahnung wie sehr er diese Momente mit ihm genoss? Momente in denen es nicht ums große Ganze ging. Um Probleme. Um Pläne. Um Ränkespiele und Taktiken. Den ganzen Tag über hatten sie sich diesen Themen gewidmet sodass es nur fair war, wenn der Abend sich einzig und alleine um sie beide drehte. Cassie drängte sich wie selbstverständlich weiter in den Arm des Blonden, stellte das Glas ab und lümmelte nun in einer beinahe schon liegenden Position auf Clarence‘ Schoß. 

„Ich wollte damals nicht, dass du Ruhe gibst. Hab mich über jedes deiner undeutlich genuschelten Wörter gefreut. Du hast dich so niedlich angehört mit deiner verwaschenen Aussprache.“, verzückt grinste er Clarence an und stupste ihm gegen die Nase, als sei der Kerl nicht der Bär von Mann der er nun mal war. 

„Wenn ich dich dazu noch abgefüllt hätte, hätte ich kein Wort mehr verstanden. War so schon schwer genug.“- worüber er heute so sorglos sprach hatte ihn damals sehr mitgenommen. Die Zeit nach der Spinneninsel war in vielerlei Hinsicht prägend gewesen und Matthew hatte die allermeiste Zeit in Sorge um den Blonden verbracht. 

Nun aber setzte er sich wieder aufrecht hin und gab seine lümmelnde Position auf, um erneut nach dem Glas auf dem Tisch zu greifen und dem Wildling einen Schluck davon einzuflößen. Noch immer hatte er den Kohlestift hinter dem Ohr klemmen als würde er gleich wieder weiterzeichnen, dabei hatte er das Skizzenbuch längst vergessen. 

„Wenn du nicht dafür garantieren kannst, brav zu bleiben, dann kann ich erst recht für nichts garantieren.“, Matthews Blick hing an den vom Whiskey glänzenden Lippen seines Mannes und noch während er das Glas langsam sinken ließ näherte er sich eben jenen Lippen um sie behutsam zu küssen. 

„Warum schmeckt eigentlich alles von deinen Lippen besser, hm?“ wisperte Cassiel leise. „Dass ist ziemlich unverschämt von dir… Mhmm... Ich denke… so schmeckt mir sogar Whiskey.“


Clarence B. Sky

Es war außerordentlich faszinierend wie zielsicher Cassie jedes Mal aufs Neue seine Nippel selbst durch den dicksten Winterpullover hindurch fand - und wie immer erntete er sich für jene frevlerische Tat einen empörten Blick. 

„Du redest ja auch ständig, als hättest du schon zwanzig Häuser gebaut. Ich dachte, das Großspurige wäre jetzt unser neues Ding“, verpasste er dem Jüngeren eine Retourkutsche und streichelte dabei auf theatralische Weise beruhigend seine Brustwarze durch den Pullover hindurch. Doch nicht einmal das erneute Anlegen des Glases konnte das jungenhafte Schmunzeln von seinen Lippen wischen.

Hier mit Matthew zu sein, eng aneinander gelehnt und die Welt vor den Türen ihrer kleinen Wohnung ausgesperrt, war das wohl Erholsamste was er seit Monaten erleben durfte. Es war egal welchen Ärgernissen sie an diesem Tag bereits ausgesetzt gewesen waren. Ob Mo‘Ann eine Rüge ausgesprochen hatte für die Verspätung ihrer Schreibhilfe, ob Clarence sich beim Abendessen gegen sie und Odette hatte durchsetzen müssen oder was die kommenden Tage auf sie wartete… all das war in Momenten wie diesen hier völlig egal.

Seitdem sie wieder ein eigenes Zuhause hatten, war sogar ziemlich vieles so ziemlich egal. Niemand konnte ihnen durch die dünnen Wände einer Gaststätte hindurch lauschen. Keiner von ihnen beiden musste nachts an einem Feuer Wache sitzen um Holz nachzulegen oder darauf horchen, ob irgendwelche Gefahren draußen in den Wäldern lauerten, während der andere schlief. Keine Gruppe von Überlebenden wartete am Morgen auf Ansagen oder Beute, um leere Mägen zu füllen.

Das einzige, was sie tun mussten um ihre Privatsphäre zu wahren, war die Läden ihrer Fenster zu schließen, ihre Wohnungstür abzusperren und Matthew auf Claires Schoß zu bugsieren und schon war die Welt in Ordnung. Schon verspürte Clarence einen inneren Frieden, wie er ihn schon so lange nicht mehr empfunden hatte.

Glücklich brummend streichelte er unter der fremden Wäsche für einen Moment über die sagenumwobene, noch immer gut erhaltene Kehrseite seines Geliebten und genoss die Ruhe, die trotz des ereignisreichen Tages über allem lag. Vielleicht war es der Triumph gegen Mo‘Ann, der ihn sich so selig fühlen ließ. Vielleicht war es der Whisky, die Planung ihres gemeinsamen Hauses oder die Nähe zu seinem Mann. Am ehesten war es wohl die Kombination all dieser kleinen Dinge, die ihn den Tag dennoch mit einem guten Gefühl abschließen und  zufrieden einen weiteren Schluck aus dem angereichten Glas nehmen ließen. 

Selbst auf Matthew, der nichts weiter von dem guten Gebräu genossen hatte außer zwei kleiner Schlucke, schien der Alkohol langsam Auswirkungen zu haben und noch während der Blonde die kandisfarbenen Iriden des Jüngeren betrachtete, dachte er wohlig darüber nach, womit er jenen guten, warmherzigen Mann eigentlich verdient hatte.

Sehnsüchtig folgte er dem behutsamen Kuss seines Geliebten, bestrebt ihn nicht schneller wieder versiegen zu lassen als unbedingt nötig, bevor er sich still über die Lippen leckte. Die Geschmackskombination aus Cassie und Whisky gefiel ihm sichtlich und selbst diesen Kostverächter von Akademiker schien er langsam auf den Geschmack zu bringen, was den Jäger sichtlich amüsierte.

Du solltest längst wissen, dass ich nicht auf die braven Jungs stehe, mein Süßer. Mit denen hat man nicht annähernd den gleichen Spaß wie mit den Unartigen“, neckte er Matthew wispernd und umfing sein Handgelenk, um sachte einen weiteren kleinen Schluck aus dem Glas zu nehmen und sich erneut für den Jüngeren zu benetzen, zu dem er sich Nähe suchend empor reckte um den innigen Kuss erneut aufflammen zu lassen. Sachte bat er dabei die fremden Lippen um Einlass, suchte und fand die fremde Zunge welche ihn warm willkommen hieß und dem Hünen dabei einen wohligen Schauer bescherte. Ganz zart brannte der Alkohol in seinem Mund während er Matthew küsste, einem leidenschaftlichen Prickeln gleich wie nur sein Mann es in ihm zu verursachen wusste. Ohne dass er sich dagegen verwehren konnte, wanderten seine Finger unter der fremden Shorts der betörenden Körpermitte des Jüngeren entgegen - nicht weit genug um seinen zarten Eingang tatsächlich zu berühren, aber tief genug, damit nicht mehr viel fehlte um ihn im Kuss dort sanft zu streicheln.

Mhh… Du glaubst gar nicht wie gut Whisky aus meinem Bauchnabel schmecken kann, wenn er dir schon von meinen Lippen so gut gefällt. Vielleicht… sollten wir dich lieber damit betrunken machen. Das geht viel besser als mit deinem süßen Wein und macht auch viel mehr Spaß“, schlug er leise vor, während er sich an Matthews Kinn sachte hinab zu dessen Hals küsste, die weiche Haut seines Liebsten sehnsüchtig liebkosend.


Matthew C. Sky

Alles an jenem Augenblick schien perfekt. Der wohltemperierte Raum, das orange-gelbe Zwielicht, der Wein und der Whiskey der würzig und vollmundig auf seiner Zunge lag. Aber allen voran war Clarence perfekt. 

Jener Mann, der zu Beginn ihres Kennenlernens kaum ein Wort gesagt hatte, sofern es nicht unumgänglich gewesen war. Jener Mann, der lieber unter Baumwurzeln oder im Windschatten von kargen Felsen geschlafen hatte, statt in Matthews Zelt. 

Er war eigensinnig gewesen. Stur und nicht gewillt Kompromisse einzugehen. Sein Selbstgeißelungsprogramm hatte ihn Blut und eisernen Willen gekostet und lange Zeit hatte Matt ihn einfach nicht verstehen können.

Sie hatten in unterschiedliche Richtungen geblickt und ebenso auch in unterschiedliche Welten. Der kauzige Hüne, der nicht lachte und nicht scherzte, der auf seinen Findling besser achtete als auf sich selbst. Und dann besagter Findling, der redete und sich ständig austauschen wollte. Dem schnell langweilig wurde und der Clarence an so manchem Abend zu Karten- oder Trinkspielen genötigt hatte. Der ihre Habe gut und gerne bei zwielichtigen Wetten verzockte und dessen Hang zu hübschen Frauen mindestens so stark ausgeprägt war wie sein Hang zu Badezusätzen. 

Ihre völlige Ungleichheit war es, die Außenstehende sofort registrierten und auf die man sie schnell reduzierte, die ihrer Beziehung jedoch nicht mal im Ansatz gerecht wurde. Denn was niemand von jenen Außenstehenden auf den ersten Blick sah war:

sie einte das Bedürfnis nach Nähe. 

Lange bevor sie zusammengekommen waren, waren sie Freunde gewesen - und zwar solche von der Sorte wie es sie selten gab.  Bedingungslos, manchmal ruppig und schonungslos ehrlich - aber sie hatten sich immer den Rücken freigehalten. Sie hatten Essen, Wasser und Kleidung geteilt, hatten sich bei Krankheit oder Verletzungen gegenseitig gehegt und gepflegt. Hundert Gelegenheiten sich zu trennen oder den anderen um seine Habseligkeiten zu erleichtern hatten sie verstreichen lassen - denn sie hatten ineinander das gefunden, was sie beide brauchten. Vertrautheit. Gesellschaft. Freundschaft.

Und längst auch Liebe. Wenn Matthew den Blonden ansah, dann sah er nicht mehr den schrulligen Waldschrat den er im Auge behalten musste, falls er sich doch als Handlanger der Bruderschaft entpuppte. Er sah auch nicht seinen miesepetrigen Kumpel, der mehr grummelte als sprach. Oder den ernsten Jäger, der seinen Job auch dann machte, wenn er kreuzgefährlich war. All das hatte er mal in ihm gesehen und all das steckte noch immer in Clarence - es war Teil seiner endlos vielen Facetten von denen es noch viele weitere zu entdecken gab. Und Cassie wollte sie alle sehen. Der Wildling faszinierte ihn heute noch mehr als damals schon und er liebte jenen Mann auf eine derart allumfassende Weise, dass es nichts auf der Welt gab was er für Clarence nicht tun würde. Was der Blonde ihm gab, allein nur durch seine Anwesenheit, war ein Gefühl von Frieden und Glück, von Familie und Zugehörigkeit. Als ein Mensch der von Anfang an gelernt hatte immer auf der Hut sein zu müssen, war Matthew ein vorsichtiger, misstrauischer Mensch. Sein einnehmendes Wesen gaukelte etwas anderes vor, leicht gewann man den Eindruck er würde schnell Freundschaften schließen und überall Vertraute haben. Aber auch wenn er viele Leute kannte und schnell neue Kontakte knüpfte, so hieß das nicht, dass er jenen Menschen auch echt vertraute. Seine Vorsicht und Skepsis hatte er nicht abgelegt. Auch nicht seit er Clarence hatte - viel mehr war der Blondschopf der einzige Mensch auf der Welt der über Matthews Misstrauen erhaben war. 

In der Gegenwart des Größeren fühlte sich Cassie nicht nur sicher - was für sich genommen schon ein Novum wäre - sondern auch auf eine Weise heil die der junge Mann sonst nicht kannte. Clarence war in jeder Hinsicht die Liebe seines Lebens und das nicht, weil er Clarence das seinige verdankte sondern weil der Blonde der eine Mensch unter allen anderen war, der immer nur das Beste für Matt gewollt hatte. Clarence war, ohne Zweifel, der selbstloseste und freigiebigste Mensch den Cassie kannte. 

Und dass ausgerechnet dieser Mann auf die bösen Jungs stand, brachte besagten bösen Jungen dazu süffisant zu lächeln. Er legte den Kopf schief und betrachtete Clarence aus dunklen, scheinbar unergründlichen Augen. 

Fasziniert ließ er zu, dass Clarence sein Handgelenk umfing und sich das Glas in Cassies Hand selbst an die Lippen hob. Der darauffolgende sinnliche Kuss ließ den Kleineren seine Augen schließen. Er widerstand dem Drang sich enger an den Jäger zu schmiegen, doch der seichte Schauer der durch seinen Körper fuhr war trotzdem spürbar. Eine feine Gänsehaut ließ sich die Härchen seiner Arme und im Nacken aufrichten als er Clarence‘ Zunge Einlass gewährte und sie behutsam gegen seine eigene stupste. In völliger Stille küssten sie einander, brauchten weder Worte noch frivole Berührungen um eine Intimität heraufzubeschwören wie andere Paare sie vielleicht nie erreichten. Die Finger des Blonden auf Matthews Kehrseite streichelten über die feste, zarte Haut und obgleich nicht viel fehlte um seinen Eingang zu berühren so streichelte der Bär von Mann ihn ganz bewusst noch nicht dort. Er ließ sich Zeit mit allem und das war gut so, denn auf diese Weise schürte er im Kleineren ganz allmählich jenes Verlangen nach mehr.

Wohlig seufzte der Jüngere schließlich in den Kuss, ein Geräusch so leise und unscheinbar das man es leicht überhören könnte. 

„Aus deinem Nabel, hm? Vielleicht sollte ich das ausprobieren und wenn es mir gefällt, dann trink ich alles nur noch aus deinem Bauchnabel.“, kokettierte er und neigte den Kopf zur Seite um Clarence Platz an seinem Hals zu schaffen für all die Küsse und Liebkosungen. „Mhhh~“ genießend seufzend fuhr Cassie mit der freien Hand durch Clarence‘ Haar und hielt seinen Kopf bei sich, ein stilles Zeichen dafür, dass der Größere nicht aufhören sollte. 

„Warte, Baby… lass mich dich… aus diesem lästigen Pullover heraus holen.“ - Es war nicht der Alkohol sondern die Berührungen und die Nähe zu dem Blonden, weshalb Matthew sich auf äußerst angenehme Weise betört fühlte.

Der Dunkelhaarige stellte das Whiskeyglas wieder auf den Tisch, fischte endlich den Kohlestift von seinem Ohr weg und legte ihn gleichfalls ab. Dann tauchte er mit den Händen hinab bis zum

Saum des fremden Pullovers und schob das Stück Stoff erst hinauf bevor er es über Clarence‘ Kopf und Arme zog. 

Darunter trug der Wildling auch noch ein Hemdchen, was Cassie theatralisch seufzen ließ. „Baby, der Winter ist vorbei. Du kannst aufhören ein halbes Duzend Kleiderschichten zu tragen.“

Auch jenes Gewand wurde von Matthew rigoros verband und achtlos auf den Boden geworfen. Nun, da sein Mann von all den lästigen Lagen befreit war, besah sich der Kleinere den Hünen intensiv. Die Muskeln unter der weichen Haut, die sich bei jedem Atemzug bewegten, all die zahllosen Bilder die den Leib des Jägers zierten… und Geschichten von seinen Taten erzählten.

Matthew machte sich nicht die Mühe zu verhehlen wie gern er Clarence betrachtete und wie wenig er genug von ihm bekommen konnte. Er schluckte einen Kloß im Hals hinab als er beide Hände auf Clarence‘ Schultern ablegte und seine Arme hinabfuhr. Er spürte die Kraft jener Arme, die Vitalität und gleichsam die Wärme von Lebendigkeit. Dass sie heute hier waren war keine Selbstverständlichkeit. Das wussten sie beide.

Und wann immer sie Gelegenheit dazu hatten nutzten sie die geschenkte Zeit für Innigkeit. 

Aufmerksam und doch verträumt zu gleich glitten Matthews Finger nach vorne zu der Brust des Hünen und zärtlich rieb er mit dem Daumen über die unheimlich zarte Knospe, die er vorhin noch gekniffen hatte. 

„Du bist so schön…“, flüsterte Cassie fasziniert und lehnte sich schließlich nach vorne um seine Lippen am Hals des Blonden abzulegen und zärtlich die makellose Haut zu küssen.


Clarence B. Sky

Ihre Beziehung zueinander war niemals Liebe auf den ersten Blick gewesen. Nicht mal auf den zweiten. Er hatte Matthew - einst erstmal befreit von Staub, Dreck und Blut - durchaus ansehnlich gefunden. Aber alles andere, alles tiefgreifende, das hatte gebraucht um zu wachsen. Viele Monate sogar.

Oftmals hatte Cassie ihn auf dieser gemeinsamen Reise den letzten Nerv gekostet und sicherlich hatte er in seiner blonden Mähne bereits das ein oder andere graue Haar, das ebenso auf Matthews Rechnung ging. Der Kerl hatte ihr nicht nur ein Mal ihr gemeinsames Geld verzockt. Hatte ihr letztes Salz kurz vor Coral Valley gegen eine Kappe eingetauscht, einfach weil er fand, die stand ihm gut. Er hatte Clarence öfter in irgendwelchen Bars einfach sitzen gelassen weil er die nächste tadellose Schnecke gefunden und aufgerissen hatte und bei Gott, der Schamane hatte Genugtuung empfunden wann immer er eine Platzwunde bei seinem Gefährten hatte flicken dürfen, weil der Kerl sich wieder aufgrund seines losen Mundwerks eine eingefangen hatte.

Sie hatten auf den ersten Blick nur wenig gemein. Nicht die Liebe zu Kleidung, zu wohligen Düften oder teuren Unterkünften. Sie teilten kein Interesse für Kräuter und Pflanzen, für Klatsch und Tratsch oder lange Wanderungen, einfach um sich nach mehreren Stunden einen Berg aus einem anderen Winkel anzusehen als jenen, den man eh schon vor der Nase hatte. Ganz im Gegenteil war es sogar an vielen Abenden so, dass sie jeder für sich ihren eigenen Interessen in der gemeinsamen Wohnung nachgingen und dabei manchmal kein Wort miteinander sprachen - und doch hatten sie eines gemein:

Sie verbrachten gerne gemeinsame Zeit miteinander, ganz gleich ob sie dabei zusammen etwas unternahmen oder jeder für sich war.

Ihre Liebe für Nähe, Beständigkeit und Vertrauen war es, was sie viel tiefer Verband als Hobbys oder Vorlieben es jemals würden tun können. Bedingungslose Loyalität, Hingabe füreinander und der Wille sich umeinander zu kümmern waren die Grundfesten, die aus ihrer Freundschaft über lange Zeit hinweg eine stabile Liebe hatten wachsen lassen, derer sie sich beide selbst die erste Zeit gar nicht recht bewusst gewesen waren. Clarence musste keine Bücher lieben um es zu genießen, gemeinsam mit Cassie einer aufregenden Geschichte zu folgen und dabei selbst lesen zu lernen. Und sein Mann musste sich nicht für Kräuter interessieren, um ihm bei einem gemeinsamen Spaziergang zu begleiten und dabei die Hunde mit raus zu nehmen.

Dort, wo sie sich nicht einig wurden, hatten sie Schnittstellen gefunden um ihre Zeit dennoch für beide Parteien gewinnbringend miteinander zu verbringen. Matthew schenkte seinem Mann auch mal Phasen gemeinsamer Schweigsamkeit weil er gelernt hatte, dass sein kauziger Waldschrat durchaus gewillt und in der Lage dazu war ewige Gespräche mit ihm zu führen und Clarence… nun, der gab seinem Ehemann sowieso gerne das, was er gerade brauchte - und was das just in diesem Augenblick war, gefiel dem Blonden dabei sogar am besten.

Untermalt vom Prasseln des Ofenfeuers, dem leisen Kuss und wohligem Seufzen seines Mannes, fand sich Clarence in einer friedvollen Ruhe wieder, wie er sie nur mit Cassie kannte. Es tat dem Jäger unheimlich gut mit ihm in eigenen vier Wänden zu wohnen, ungezwungen und mit einer Privatsphäre gesegnet, die ihnen kein Zelt und kein Gasthof der Welt jemals schenken konnte. Die gemeinsame Entwicklung, die sie schon damals auf ihrem Boot miteinander begonnen hatten, fand hier in Falconry Gardens ein erneutes Erwachen und wenngleich sie immer die gleichen geblieben waren, war doch so vieles anders zwischen ihnen geworden. Besser geworden.

Aber wenn ich weniger anziehe… dann hab ich auch viel weniger Material an mir, das ich mir wieder von dir ausziehen lassen kann“, gab er die perfiden Taktiken eines Jägers zu bedenken der ganz genau wusste wie er an das kam, was er haben wollte. „Wieso sollte ich auf diese schönen, starken Hände verzichten… Hände, die so weich an mir entlang gleiten und mir einen Vorgeschmack darauf geben wie es sein wird, wenn du mir das letzte Teil erstmal ausgezogen hast, mh?“

Zufrieden mit sich selbst und der Welt schmunzelte Clarence, der nicht zum ersten Mal von seinem Mann wegen mehrerer Schichten Kleidung gerügt wurde. Vor allem der Winter machte dem armen Taugenichts schwer zu schaffen und obwohl er genug Monate Zeit gehabt hatte seine Auskleide-Taktik zu perfektionieren, zeigte sich nur eine flache Lernkurve bei dem Jüngeren. Dafür konnte er aber andere Dinge umso besser.

Raunend biss er sich auf die Unterlippe, kaum da der fremde Finger auf vertraute Weise über seine Knospe hinweg rieb. Von Matthew auf sanfte, fast schon verträumte Weise berührt zu werden war etwas, das ihn schon seit dem ersten Tag unheimlich fasziniert hatte. Selbst mit nur seinen warmen Fingerkuppen schaffte es der Jüngere in Clarence eine prickelnde Unruhe zu entfachen, die er vorher nie gekannt hatte und schon jetzt reagierte sein Körper auf eine Weise, die er nicht verbergen konnte.

Sehnsüchtig reckte sich seine rosige Knospe dem zärtlichen Reiben entgegen und machte deutlich wie gern er von seinem Mann berührt wurde. Beinahe unschuldig waren die Liebkosungen die der Jüngere ihm schenkte, während Claire sich ihm mit geschlossenen Augen hingab. Matthews weiche Lippen machten augenblicklich wieder gut, was sein kurzer Bart durch sachtes Kratzen veranstaltete - doch genau jenes Zusammenspiel auf seiner Haut war es, was der brave Christenjunge so besonders am Zusammensein mit seinem Mann genoss.

Ich befürchte… wenn du künftig alles nur noch aus dem Nabel deines schönen Mannes trinkst…“, griff er fahrig die Worte seines Geliebten wieder auf, doch unterbrach sich durch ein dünnes Seufzen selbst. Für einen Moment verloren leckte er sich über die Lippen während er den Anschluss wieder suchte, doch Cassie machte es ihm schwer einen halbwegs klaren Gedanken zu fassen. Schon vor Ewigkeiten hatte er es aufgegeben zu versuchen sich gegen das zu wehren, was dieser Kerl mit spielender Leichtigkeit bei ihm verursachte - und seitdem er die Gegenwehr dagegen aufgegeben hatte, lebte es sich nochmals um ein vielfaches schöner. „…wenn du das machst… dann kommt uns schon heute niemand mehr besuchen. Dafür b-brauchen wir nicht mal… alt und tatterig werden.“ Durchaus erschien ihm das erstrebenswert, selbst wenn das hieß, man würde sie künftig auch von Stadtfesten und sonstigen Feierlichkeiten ausschließen wollen.

Zärtlich streichelten seine Finger während seiner Worte über die weiche Haut seines Liebsten hinweg, die sich warm, lebendig und unheimlich vertraut anfühlte. Mittlerweile kannte er Matthews Körper beinahe besser als seinen eigenen. Jede Narbe, jede Schramme und jeder Farbklecks erzählte eine andere Geschichte und nicht mal einen Bruchteil von ihnen allen kannte der Blonde bislang. Doch so Gott wollte, hatten sie noch ein langes gemeinsames Leben vor sich, um all das voneinander zu entdecken, was bislang noch im Verborgenen lag.

Mhh… lass mich dir aus deiner… deiner Shorts helfen, so lange dein süßer Arsch noch nicht schlaff ist. Ich hab dich heute schon… viel zu lange angezogen ertragen müssen“, träge öffnete Clarence wieder die Augen, um seinen Mann zu betrachten und dabei festzustellen wie sehr es ihn störte, dass der Kerl noch nicht nackt war. Obwohl sie am Nachmittag bereits ein intensives Stelldichein genossen hatte, war das Verhältnis von Angekleideter-Matthew zu Nackter-Matthew heute definitiv nicht nach seinem Geschmack und weil dem so war, musste er sich beinahe widerwillig vom Dunkelhaarigen lossagen - was letztlich jedoch dem großen Ganzen zugute kommen würde, da war er sich sicher.

Lautlos erhob er sich vom Stuhl, die eine Hand noch immer an Cassies Hintern, an welchem er den Jüngeren nun ebenfalls auf die Beine dirigierte, nur um sich kurz darauf wieder an ihn zu schmiegen.

Wohlig drängte er seine Brust dem warmen Rücken des Vorderen entgegen, seine Hände auf dem fremden Bauch auf Wanderschaft schickend. Fest zeichneten sich die Muskeln des einstigen Söldners unter seinen Fingerspitzen ab, beinahe schon im Widerspruch dazu stehend wie sanft und weich all die Berührungen waren, die sie miteinander teilten. Nichts von alldem hier musste er mit jemand anderem teilen und kein Zweiter wusste wie gut es sich anfühlte, was er selbst mit Matthew genießen durfte. Ein Privileg, um dessen Wert sich Clarence durchaus bewusst war.

Du hast keine Ahnung wie sehr ich dich liebe, Matthew Sky…“, wisperte er dem Dunkelhaarigen leise ins Ohr, während er sachte damit begann den Saum der fremden Unterwäsche über seinen süßen, nicht annähernd schon schlaffen Hintern hinab zu schieben. Lautlos fand das Stück Stoff seinen Weg hinab gen Boden wo es definitiv besser aufgehoben war als an Cassies schönem Körper, der im flackernden Licht des Ofenfeuers perfekter anmutete als jedes Gemälde dieser Welt sein könnte.

Verführt von dem was sein Eigen war, lehnte er das Kinn auf die Schulter vor sich, um an Cassies entblößter Brust hinab zu blicken und ganz ungeniert zu bewundern wie schön sein Mann in seiner natürlichsten Form war. Das Adamskostüm stand ihm noch immer am besten wie er fand und auch sein verliebter Kuss bewies das, den er Matthew raubte, kaum da er sich zu den weichen Lippen seines Mannes hervor gereckt hatte.

Auf unserem neuen Grund und Boden spreche ich dir ab sofort für den Sommer ein Bekleidungsverbot aus. Jegliche Form von Verhüllung wird bestraft. Womit… muss ich mir noch überlegen“, verriet er Matthew schon jetzt seine besiegelte Zukunft, während er die Hand langsam an dessen Bauch hinab gleiten ließ und ihn fasziniert von der Seite her betrachtete, das Kinn noch immer auf Matthews Schulter abgelegt. Weich streichelten seine Finger erst durch die dunkle Scham des Jüngeren und schließlich tiefer, bis über die fremde Männlichkeit, wo er ihn sachte liebkoste. Clarence hatte ihr Intermezzo am Nachmittag mehr als genossen, doch genauso sehr hatte er es vermisst seinen Mann zu streicheln, langsam zu erkunden und zu spüren wie gut es sich anfühlte einander langsam näher zu kommen.


Matthew C. Sky

„Wenn du weniger anziehst, dann fühlst du meine Hände viel schneller auf deiner Haut, du Schlauberger.“ konterte Matthew die verquere Logik seines Mannes.

Dass dieser die Dinge oftmals anders sah als er selbst war nichts Neues und auch wahrlich kein Geheimnis zwischen ihnen. Ihre Beziehung zueinander war von Anfang an mehr durch Unterschiede und Differenzen geprägt gewesen als durch Gemeinsamkeiten und Harmonie. 

Da wo Clarence still war, war Cassie redeselig. Wo Clarence die raue Natur genoss, zog Matthew die Annehmlichkeiten der Zivilisation vor. Der Jüngere gab sich in Gesellschaft unterhaltsam und aufgeschlossen, der Blonde eher ernst und verschwiegen. Es verband sie augenscheinlich nicht viel aber wenn sie zusammen waren, dann war nichts davon wichtig - denn in den entscheidenden Punkten waren sie sich einig. 

Punkte wie Treue, Loyalität, Rücksichtnahme und das Eintreten für das Richtige, auch wenn man sich damit Feinde machte. 

Verliebt hatte sich Matthew damals in Clarence weil jener Mann gut und geduldig zu ihm gewesen war. Er hatte auf ihn geachtet - selbstlos und ohne etwas von ihm zu einzufordern. Eine der obersten Gesetzmäßigkeiten des Roten hatte der Wildling damit gebrochen. Denn er war der lebende Beweis dafür, dass es Selbstlosigkeit wirklich gab und nicht jeder Gefallen einen anderen Gefallen bedingte. 

Heute war die Liebe zu Clarence um ein Vielfaches komplexer als noch in Coral Valley, als sie überstürzt geheiratet hatten.

Sie kannten einander besser, waren sich emotional so viel näher und waren aneinander und miteinander gewachsen. 

Das Leben, welches sie heute zusammen führten war ein Leben wie Matthew Reed es nie für möglich gehalten hätte - und vielleicht konnte er es deshalb auch so sehr genießen. Denn heute hatte er etwas von dem er nie geglaubt hatte, es würde sich für ihn ergeben. 

Eine Familie. Ein Zuhause. 

Behutsam küsste der Dunkelhaarige die sensible Haut an Clarence‘ Hals, ließ die Zungenspitze sacht auf ihr auftreffen und küsste sich einen Pfad hinab zur Schulter des Hünen. 

Das leise Seufzen des Bären ließ Matthew ungesehen schmunzeln ohne, dass er sein Tun auch nur kurz unterbrach. Zu hören und zu spüren, dass sein Mann ihn genoss war für den Jüngeren ein unerschöpflicher Quell der Erregung und er würde den Teufel tun, freiwillig von Clarence abzulassen. 

„Vielleicht… will ich ja, dass uns keiner mehr besucht. Damit ich… immer das hier mit dir machen kann.“ wisperte er gegen die Schulter des Bären während seine Finger behutsam, ja beinahe unschuldig, begonnen hatten an der süßen Knospe zu zupfen. Er wusste wie gern Clarence das hätte und mehr noch als das wusste er von sich selbst wie gern er das Seufzen des Wildlings hörte. 

Alles an jenem Mann zog ihn an und nichts war im Augenblick reizvoller als in Ruhe den Körper seines Liebsten zu erkunden und ihn einzustimmen auf das was vielleicht noch kommen mochte. 

Cassiel war völlig in Gedanken versunken als Clarence wieder das Wort ergriff und es nicht lassen konnte, erneut seinen süßen Arsch zu erwähnen der noch nicht schlaff geworden war. Mit diesem Kommentar brachte er den Dunkelhaarigen unvermittelt zum Lachen, was die losgelöste Stimmung zwischen ihnen mitnichten zerstörte. 

Noch immer amüsiert grinsend erhob sich Matt also vom Schoß des Blonden und ließ zu, dass dieser ihn von hinten umfing und sich geschmeidig an ihn drängte. Clarence‘ nackter Brust fühlte sich warm und vertraut an und Cassiel schloss die Augen wieder, sich genießend fester an den Hünen lehnend. Dessen Finger glitten derweil spielerisch über seine Haut, malten unsichtbare wie auch sichtbare Linien nach und verloren sich Stück für Stück immer weiter in südliche Gefilde. Je näher der Jäger seiner Körpermitte kam umso stärker wurde das Kribbeln in Cassiels Bauch und umso unruhiger wurde der junge Mann. 

Obgleich er seine Shorts noch trug reagierte sein Körper unmittelbar auf die Liebkosung. Seine Knospen hoben sich sacht aus ihrer rosig-zarten Umrandung und auf seinen Armen zeigte sich eine Gänsehaut die seine Härchen dazu brachten sich aufzurichten. 

Warm wisperte Clarence gegen sein Ohr.  Worte, die in all der Zeit nichts von ihrer Magie verloren hatten. Von Clarence begehrt zu werden war reizvoll, doch begehrt zu werden war für den Kleineren nicht neu. 

Geliebt zu werden allerdings… dieses Privileg verdankte er alleine dem Blondschopf. 

Allmählich und ohne jede Hast schob Clarence die spärliche Kleidung Matthews nach unten und Cassie entstieg ihr schließlich erst mit dem einen und dann mit dem anderen Fuß. Jetzt war er vollkommen nackt. Schutzlos stand er in dem Raum und noch nicht einmal Schatten verbargen ihn vor den Blicken des Hinteren. Aber er wollte sich auch nicht verstecken… alles was er war, alles was er hatte gehörte Clarence und dieser sollte ihn ruhig ansehen. 

Ohne Scheu hob Matthew einen Arm über den Kopf und legte ihn in Clarence‘ Nacken. Auf diese Weise überstreckt zeichneten sich die definierten Muskelstränge noch deutlicher unter seiner Haut ab und gleichsam hielt Matthew seinen Liebsten so bei sich. 

„Mmmmh~ ein schönes Pärchen sind wir…“, er lächelte warm und zugleich spitzbübisch. 

„Du wirst immer nackt sein, weil ich jederzeit aus deinem Nabel trinken möchte und ich… werde immer nackt sein, weil du mir untersagst mir was anzuziehen.“ - nun kicherte er albern ob der idiotischen Vorstellung. 

Niemand, wirklich kein Aas, wird uns je besuchen.“ wie wenig tragisch er das fand wurde deutlich als Matt seinen Kopf ein Stück drehte und seinem Liebsten einen zärtlichen Kuss schenkte. In sinnlicher Manier schmiegte er sich gegen den Wildling und öffnete seine Lippen einen Spalt um mit der Zunge behutsam die Lippen des anderen zu necken. 

Hnnn~ Claire… ich hab so vermisst, dass du mich so anfasst.“ 

Obgleich ihr intensives Intermezzo noch nicht allzu weit zurücklag so meinte Cassie das Gesagte vollkommen ernst. Die sanften und ruhigen Berührungen des Jägers taten ihm auf unbeschreibliche Weise gut und anders als früher wollte er seinen Genuss auch nicht verbergen. 

Leise seufzend blickte Cassie schließlich an sich selbst herab und biss sich dabei sinnlich auf die Unterlippe. Zu sehen, wie sein Mann ihn behutsam streichelte hatte eine ganz besondere Erotik. Noch war er zwar nicht richtig hart geworden, doch die zärtlichen Berührungen blieben nicht ohne Konsequenz. Spürbar regte sich seine liebkoste Länge unter dem Zutun des Hünen und Matthew stöhnte leise. 

„Baby…“, - nicht mehr als jener intime Kosename, im Tonfall schwankender Selbstbeherrschung kam Matthew über die Lippen und abermals drehte er schließlich den Kopf zur Seite, wandte den zunehmend verklärten Blick von der Hand an seiner Männlichkeit ab und fing die Lippen des Bären zu einem verführenden Kuss ein. Erneut seufzte der Jüngere, dieses Mal gedämpft durch die Verbindung ihrer Lippen, während eben jene Unruhe von ihm Besitz ergriff die allein der Blonde in ihm zu schüren vermochte. 


Clarence B. Sky

Clarence genoss nichts mehr an ihrem Zusammensein als die unkomplizierte, vertraute Art ihres Umgangs. Sie brauchten kein Wort miteinander reden um zu wissen wie es dem anderen ging oder was er brauchte. Waren ihre Themen auch noch so schwer, wussten sie einander aufzufangen - und waren die Nächte noch so sinnlich, konnte ihnen kein erhelltes Lachen die erotische Stimmung verderben. Ganz im Gegenteil sogar liebte Claire das Necken, die kleinen Scherze und die Art, wie sie einander herausforderten. Nichts in ihrer Beziehung war in Stein gemeißelt. Kein Weg war vorgeschrieben und durfte nicht verlassen werden. Kein Gedanke war zu dunkel um nicht ausgesprochen werden zu dürfen und keine Spinnerei ob der Zukunft zu dumpf um sie für sich zu behalten.

Ein warmes Schmunzeln hatte sich auf den Lippen des Blonden eingebrannt während er am sanft erleuchteten Leib seines Geliebten hinab blickte und seinen Worten ob ihrer einsamen Zukunft lauschte.

Es macht mich fast schon ein bisschen traurig mir vorzustellen, dass wir so ein schönes Pärchen sind… und niemand vorbei kommt, um sich das Ganze anzusehen“, gab er den einzigen Nachteil zu bedenken den er im Moment darin sah, sollten sie tatsächlich keinen Besuch mehr empfangen. Schon oft hatte er in der Vergangenheit vorgeschlagen, sie sollten für ihre meisterhaften Darbietungen im Bett Eintrittsgeld verlangen und ganz zweifelsohne wäre auch eine Show ihren Preis durchaus wert, in der Matthew gekonnt die edelsten Tröpfchen aus seinem Bauchnabel schlürfte. „Ich glaube, am Ende haben wir den Pech unseres Lebens… und ziehen ständig irgendwelche Perversen rund um unser Haus an. Spinner, stets auf der Suche nach der nächsten guten Aussicht. Einer wie dieser hier zum Beispiel.“

Letztlich, rein unterm Strich, war der brave Christenjunge der wohl größte Glückspilz den es gab. Denn wenigstens er selbst durfte all das hier genießen ohne dafür auch nur einen Groschen bezahlen zu müssen und bei Gott, dieses Privileg wusste er mehr als zu schätzen.

Leise raunend gab er sich den sachten Küssen seines Mannes hin, die ihr behutsames, ruhiges Treiben nur noch intensiver machten. Nichts hetzte sie hier in ihren eigenen vier Wänden. Keine Termine warteten so spät abends mehr auf sie beide und all der Stress des Tages wollte einfach nur von ihnen beiden vergessen werden, während Matthew ihn küsste und Claire dabei ganz zart das Pulsieren der fremden Länge zunehmend unter seinen Fingern spürte.

Vielleicht lag es daran, dass der Jüngere ihm damals so lange verboten hatte ihn auf zärtliche Weise zu berühren oder er war selbst daran schuld, weil er es sich selbst so viele Jahre seines Lebens untersagt hatte, seiner Sehnsucht nach einem anderen Mann nachzugehen - aber Clarence war bis heute nichts von dieser ruhigen, intimen Zärtlichkeit langweilig geworden. Den anderen langsam zu erkunden, ihn träge durch seine Finger gleiten zu lassen und mit sanften Berührungen zunehmend zu erregen war etwas, das der Blonde unheimlich prickelnd fand und von dem er nicht genug bekam.

In den Kuss seufzend ließ er sich nur allzu bereitwillig von den Lippen seines Mannes einfangen, die fremde Zunge dann und wann zu einem sanften Spiel hervor lockend, bei dem er sie abwechselnd neckte wie er sich gleichermaßen necken ließ. Das leise Schmatzen ihres Kusses war alles, was neben dem Prasseln im Ofen ihr Tun untermalte; eine verführerische Geräuschkulisse, die dem Bären von Mann eine spürbare Gänsehaut über den Körper legte und ihn sich wohlig gegen die fremden Finger drängen ließ, die verträumt durch sein Haar kraulten.

Mhh… wie du langsam hart für mich wirst ist das beste hieran…“, raunte er mit tiefer Stimme leise gegen die feucht geküssten Lippen seines Mannes, noch immer in ihrer Umarmung eng mit seinem Geliebten verbunden. „Du glaubst gar nicht… wie sehr mir das heute Nachmittag gefehlt hat…“

Seine Finger hatten sich mittlerweile fordernder um den Dunkelhaarigen geschlossen, den warmen Muskel der Länge nach immer wieder sachte neckend für ihn zu erwachen. Unter der schützenden Haut konnte er verborgen die rosige Kuppe seines Mannes spüren, welche er sanft massierte ohne sie zu entblößen und  erneut suchte er dabei die fremden Lippen, sich in dem warmen Kuss und in der Nähe zum Jüngeren verlierend.

Ruhelos streichelte seine freie Hand über die Brust des Vorderen hinweg, ihn nicht nur dicht bei sich behaltend, sondern auch immer wieder mit den Fingerkuppen sachte die rosigen Knospen umschmeichelnd, die sich so brav für ihn aufgerichtet hatten. Obwohl noch kaum etwas passiert war, zeigte ihm der Körper des Jüngeren schon jetzt auf schwer zu verbergende Weise wie sehr er sich nach der Nähe zum Bären sehnte und auch Clarence fühlte sich nicht weniger zu seinem Mann hingezogen. Mit einem wohligen Brummen drängte er seine Körpermitte dem entblößten Hintern vor sich entgegen, eine der harten Knospen verspielt mit seinem Daumen neckend, während der fremde Schwanz sich immer sehnsüchtiger seinem Griff entgegen reckte.

Sieht so aus, als hätten wir beide einiges von dem nachzuholen, für das wir… vorhin keine Zeit hatten“, stellte er zufrieden fest - wobei er offen ließ, ob er mit wir beide nun sich und seinen Mann meinte oder sich selbst und dessen prachtvolle Länge, die sich so schön in seine Hand schmiegte. „So gefällst du mir am besten… nackt, hart… und ganz alleine mir…“

Zufrieden mit sich und der Welt, rieb er genussvoll über die schmale Öffnung an Cassies Kuppe hinweg, kaum da er jene zärtlich freigelegt hatte. Schon jetzt konnte er spüren, dass ihr intimes Miteinander auch bei ihm selbst zunehmend Spuren hinterließ und das Prickeln seiner Lenden ein Ausmaß annahm, welches auch für den Vorderen mittlerweile deutlich zu spüren sein musste.


Matthew C. Sky

Mit Clarence auf eben jene Weise zusammen zu sein die nichts forcierte und sie beide zu nichts drängte, war der Zauber den Matthew aufgrund seiner Vergangenheit umso mehr zu schätzen wusste. 

Der Blonde berührte ihn auf derart wohltuende, liebevolle Art, dass Cassie gar nicht anders konnte als sich dem Hünen hinzugeben. Ohnehin hatte Cassie nicht vor, sich ihm zu entsagen oder auf Abstand zu gehen… viel zu sehr genoss er die Liebkosungen und die Küsse, das sinnliche Brummen des Wildlings und das Wissen darum, im Zentrum aller Aufmerksamkeit des Bären zu stehen. 

Clarence hatte nur Augen für ihn und all seine zärtlichen Berührungen waren nur ihm versprochen. 

Leise seufzte Cassie in den süßen Kuss und drängte seine Hüfte hauchzart den kosenden Fingern entgegen.

Dass der Blonde diesen Ausblick heute Nachmittag vermisst hatte mochte sein- aber da hatten sie auch keine Zeit dafür gehabt ihre Zweisamkeit zu zelebrieren. 

„Mhhh~ so wie du mich berührst… hab ich keine Chance, nicht hart zu werden.“, säuselte der Jüngere und strich mit der Nasenspitze nähesuchend über Clarence‘ Hals. 

Ein warmes Prickeln hatte sich in seiner Lendengegend fixiert und er spürte überdeutlich, wie sein Schwanz auf die geschickten Finger reagierte. Ohne Hast oder etwaige Zielstrebigkeit, glitt Clarence an ihr entlang, spielte neckend mit seiner Kuppe und rang Matthew ein weiteres verlorenes Seufzen ab. 

„Ich hab… hnnn~ das hier auch sehr vermisst. Fass mich… schön weiter an…Ich brauch das…“  die eine Hand noch immer im weizenblonden Haar des Bären vergraben, schmiegte er sich dichter an ihn und erwiderte den Kuss des Hünen sofort. Mittlerweile war aus dem seichten Prickeln ein kribbelndes Ziehen geworden welches von seiner Mitte ausstrahlte bis in seinen Bauch und seine Knospen - die der Wildling ebenfalls koste. 

Leise und ein wenig verloren fiepte der Kleinere als Clarence einmal mehr den Druck an seiner Länge veränderte und letztlich seine Kuppe freilegte um sacht mit dem Finger über den Spalt an der Spitze zu streicheln. Erst jetzt sah auch Cassiel wieder an sich herab und besah sich das überaus verruchte Bild welches er abgab. 

„Fuck…“ wisperte er überfordert. Und gleich darauf: 

„Ich liebe dich so sehr…“ - und wie könnte er jenen Mann auch nicht lieben, der ihm derartige Gefühle verschaffte? Der es schaffte, dass körperliche Intimität  zu etwas besonderem wurde? Der es schaffte, dass Cassie sich hingeben konnte und einfach nur genießen durfte, ohne nachzudenken?

Clarence war ihn so vieler Hinsicht perfekt für den Dunkelhaarigen - und ihre Sexualität war da keine Ausnahme. Zerstreuung in körperlicher Befriedigung zu finden war etwas, dass Matthew brauchte und - früher zumindest - auch exzessiv ausgelebt hatte. Seit ihrer Hochzeit hatte Cassiel diese Befriedigung vollumfänglich mit Clarence gefunden und es verging kein Tag, an dem sie nicht auf die eine oder andere Art ihre Zweisamkeit zelebrierten. 

Statt sich der Hand weiter entgegen zu drängen, drängte er seine Hüfte nun mehr geschmeidig nach hinten - denn bei all dem Tun war ihm nicht entgangen, dass auch Clarence nicht unbeteiligt geblieben war. 

„Heute… Nachmittag…hab ich eine Sache auch… ganz besonders vermisst.“ - er küsste Clarence‘ Hals erneut, strich nochmal durch sein Haar und rieb sich nackt und ungeniert an den Lenden seines Geliebten. 

„Ich zeig dir was ich meine, hm? Aber dazu… dazu musst du mich loslassen, fürchte ich…“

Wenn es allein danach gegangen wäre ob es ihm gefiel sich von dem Wildling bedienen zu lassen, dann würde er hier stehen können bis Clarence ihn zum Höhepunkt brachte - aber er hatte tatsächlich etwas vermisst am Nachmittag des heutigen Tages. 

Deshalb löste er sich nun aus der wohltuenden Umarmung und drehte sich zu Clarence herum, so dicht, dass sich seine Länge an den Bauch des Größeren schmiegte. 

Besitzergreifend zog er den Hünen an seinem Bart zu sich herunter und küsste ihn auf die Lippen, selbige für sich aufspaltend. 

Doch jener süße Kampf währte nicht allzu lange, denn sein Sehnen war ganz bestimmter Natur. Die filigranen Hände des Jüngeren legten sich an die Gürtelschnalle des Wildlings und ohne hinzusehen löste er den Verschluss mit leisem Klirren. 

„Setz dich…“, er drängte den Blonden etwas zurück, den Knopf der Hose bereits öffnend. Er spürte die Wärme der prallen Länge durch den Stoff hindurch und zwickte hungrig in Clarence‘ Lippen. „Setz dich, Baby… mach es… mach es dir bequem und lass… mich dir eine gute Zeit machen.“

Mit ein wenig Nachdruck manövrierte der Jüngere seinen Bären zum Stuhl und schob dessen Hose ein gutes Stück nach unten. Sofort tastete seine Hand über die Beule unterhalb der verbliebenen Shorts, jedoch ohne sie zu befreien.

 „Mmmh~ mein großer schöner Ehemann…“ Den Blonden dazu drängend sich zu setzen, ging Cassie vor dem Stuhl in die Knie, half dem Hünen aus der derben Jeans und sah schließlich ergeben zu dem Wildling auf. Es war noch nichts wirklich passiert… Aber was passieren würde, dass war offensichtlich. Den Kopf langsam senkend hauchte er einen Kuss neben den Nabel seines Geliebten, ehe er mit der Zunge sachte hineintauchte. 

Wo bleibt der Whiskey, hm?“ 


Clarence B. Sky

Mit Matthew intim zu sein bedeutete einen anderen Menschen auf eine Art und Weise zu erleben, die einem ein schnelles Vergnügen mit einer fremden Person niemals bieten konnte. Nicht, dass Clarence dahingehend etwa viel Erfahrung vorzuweisen hätte - aber so stellte er es sich vor und er war nicht erpicht darauf, seine Vermutungen auf die Probe zu stellen,

Sich langsam zu erkunden, einander in völliger Ruhe zu streicheln und genau zu wissen was der Partner brauchte war eben etwas, das man nicht zwischen Tür und Angel zelebrierte. Es war die konstante Zweisamkeit, die einen immer mehr erahnen ließ, was zusammen gut funktionierte und worauf man besonders ansprach. Seitdem sie damals beschlossen hatten zu heiraten, war ihr Umgang miteinander ein völlig anderer geworden. Sie hatten sich beide zunehmend mehr aufeinander eingelassen, waren experimentierfreudiger geworden und ihr Vertrauen zueinander, das damals schon unerschütterlich gewesen war, hatte begonnen auch von der sexuellen Komponente ihres Miteinanders Besitz zu ergreifen.

Dass Matthew sich eines Tages nicht nur danach sehnen würde so von ihm angefasst zu werden, sondern ihn dies auch wissen ließ, daran war noch vor zwei Jahren nicht zu denken gewesen. Sein Mann brauchte die Nähe mittlerweile nicht weniger wie Claire selbst und sie war zu einem essentiellen Teil ihrer Liebe geworden, ohne den sie zwar zurecht kommen würden, aber ohne den sie nicht mehr sein wollten.

Zu spüren und die überfordert gewisperten Worte des Jüngeren zu vernehmen wie sehr dieser ihn liebte, kurz bevor sein Mann sich zu ihm umwandte um ihn beinahe herrisch zu küssen, verstärkte das wohlige Prickeln in jeder Faser seines Körpers nur noch umso mehr. Auch ohne dass Matthew ihn anwies Platz zu nehmen, erahnte der Blonde bereits was genau der andere vermisst hatte als sich schon davor die fremden Finger geschickt an seiner Gürtelschnalle zu schaffen machten. Schon früh in ihrer Beziehung hatten sie herausgefunden wie sehr es Cassie genoss ihn mit seinem Mund zu erkunden und wahrlich… der Bär war der nicht nur letzte Mensch dieser Welt, der sich gegen diese geschickte Zunge und diese warmen Lippen zur Wehr setzen würde, sondern hoffentlich auch der letzte, der jemals in den Genuss dieser Prozedur kam.

Sich dessen bewusst welch wohltuende Zeremonie ihn erwartete, zögerte der Bär nicht dem Wunsch seines Mannes nachzukommen, sondern ließ sich artig gen Stuhl manövrieren - wobei ihr weiches Bett doch wohl eigentlich die viel bessere Idee gewesen wäre. Doch lange konnte er diesem Gedanken nicht nachhängen; jene Frage war schon vergessen, seitdem die fremde Hand forschend über seine erwachte Länge hinweg gerieben hatte.

Fest und ungeduldig pochte ihm seine Härte unter der verbliebenen Wäsche, verstärkt noch durch seinen Geliebten, der zwischen seinen Knien Platz genommen hatte und sehnsüchtig zu ihm hinauf blickte. Matthew wusste nur zu gut was er anstellen musste, damit Clarence den zurückliegenden Tag und vor allem das unliebsame Zusammentreffen mit Mo‘Ann vergaß und all ihre Sorgen für den Rest der Nacht in den Hintergrund rückten. Vielleicht aber hatte Matthew auch irgendetwas verbrochen und versuchte ihn schon seit seiner Ankunft daheim milde zu stimmen, nur um einem großen Donnerwetter zu entgehen. Aber was auch die Ursache war: Es funktionierte und das war die Hauptsache.

Mhh… so gut wie heute hast du mich glaub ich… lange nicht mehr umsorgt… hnnn“, stellte er genießend fest und seufzte leise, kaum da die fremden Lippen sich anschickten seinen Bauch zu erkunden. In gewohnter Manier konnte der Bär nicht anders, als seine Finger für einen Moment Nähe suchend im dunklen Haar zu versenken und seinem Mann sanft durch die wirren Strähnen zu kraulen, während er sich im Stuhl sachte tiefer rutschen ließ um die Spielfläche für den Knienden zu vergrößern.

Angespannt zeichneten sich seine Bauchmuskeln unter der bunt bemalten Haut seines Leibes ab, als Cassies Zunge sachte in seinen Nabel eintauchte und ihm einen kurzen Vorgeschmack darauf gab, was er mit ihm zu tun gedachte. Die sinnliche Aufforderung des Jüngeren reichte aus, um Claire ein kurzes, leises Lachen zu entlocken - denn vor allem implizierte sie, nach allem was sie eben gemeinsam für die kommenden Jahre festgelegt hatten, folgendes recht offensichtlich:

Das hier ist also meine Zukunft, mh? Du kommst nach Hause, machst mich nackt, geil und willig… und dann diene ich dir als Trinkgefäß, ja?“

Als müsse er über sein Schicksal tatsächlich für einen Moment sinnieren, biss sich der Blonde kurz auf die Unterlippe, bevor er schließlich mit den Schultern zuckte - mit dem Ausblick in seine Zukunft mehr als zufrieden.

„Gut nur, dass ich dir… nur als Glas dienen muss. Könnte schlimmer sein“, während er sprach, reckte er sich kurz hinüber gen Tisch, von dem er den besagten Whisky fischte. Sicherstellend, dass der edle Tropfen in den vergangenen Minuten nicht schlecht geworden war, nippte er selbst nochmal am Glas. „Stell dir vor, ich wäre mit dir an so einen verrückten Perversen geraten, der mir… irgendwas klebriges von meinen harten Nippeln lecken will. So Verrückte soll es nämlich auch geben, weißt du…“

Seelig grinsend kämmte er Matthew ein weiteres Mal mit den Fingern durchs Haar, ihn mit verliebtem Blick musternd, wie er dort zwischen seinen Schenkeln kniete. Dieser Mann ließ ihn so hart werden wie keine Fantasie es je zuvor vermocht hatte und selbst jetzt, noch verborgen unter seiner Shorts, ließ Cassie seinen Schwanz gierig aufbegehren weil dieser Typ es wagte ihn bewusst zappeln zu lassen anstatt ihm das zu geben, was er angedeutet hatte. Aber das warten und miteinander spielen machte ihre Sehnsucht nacheinander nur noch größer und Claire wusste schon jetzt, dass ihre Nacht großartig werden würde.

Ich befürchte, ich muss mich jetzt… äußerst geschickt anstellen. Sonst machen wir sowas hier nie wieder, da bin ich mir sicher“, grinste er spitzbübisch und glücklich über seine Lage - und das obwohl er schon viel länger Honig von Cassies schönem Leib lecken wollte und ihm sein Mann mit ähnlichem nun zuvor kam. „Aber wenn du derjenige bist, der sich nicht gut anstellt… dann wirst du noch mehr von mir mit der Zunge ablecken müssen. Also hoffe ich mal, dass du… so gar kein Talent dafür beweist, mit dem guten Whisky hier umzugehen…“, wog er die beiden Optionen gegeneinander ab, während er einen guten Winkel suchte um sachte den bernsteinfarbenen Whisky seinen Bauch hinab auf die Reise zu schicken gen Nabel - sich seiner künftigen Zukunft als Trinkbrunnen schon jetzt entgegen sehnend.


Matthew C. Sky

Egal wie viel Zeit ihnen beschieden sein würde, ob nun wenige Stunden oder noch fünfzig Jahre: das Lachen des Blonden würde für immer das schönste sein, was Matthew hören konnte. 

Amüsiert erwiderte er den Blick seines Mannes und betrachtete ihn mit einer eigentümlichen Mischung aus Liebe, Hingabe und Albernheit. 

Vielleicht war ihre Beziehung auch deshalb so besonders, weil sie, bevor sie ein Liebespaar geworden waren, eine innige Freundschaft gepflegt hatten. Selbige war ganz natürlich gewachsen - ohne Zwang und mit der Zeit. Heute teilten sie nicht nur die selben Werte sondern sie hatten auch Zukunftspläne. Dass ausgerechnet Cassie solche einmal pflegen würde, war für den Dunkelhaarigen nicht selbstverständlich und doch fühlte es sich mit Clarence selbstverständlich an. Sogar der Gedanke daran sesshaft zu werden, hier, in Falconry, war nicht so einschüchternd wie er es erwartet hatte. Weil Clarence hier war. Weil er sich mit Clarence alles vorstellen konnte. Und weil er wusste, dass sie beide immer aufeinander aufpassen würden, ganz gleich was die Zukunft für sie bereithielt. 

Was die unmittelbare Zukunft anging so war mehr als offensichtlich, dass sie perfekt werden würde und noch während Clarence nach dem Whiskey langte, wurde Matthews Lächeln breiter. „Genau das ist dein Schicksal, Baby. Und besser du fügst dich gleich als später. Es gibt kein Entrinnen.“

Bestätigte Matthew dem Größeren sonnig und beugte sich erneut herab um seinen Bauch zu küssen. Die definierten Muskeln ließen die bunten Bilder und Linien auf der weichen Haut tanzen und übten eine ungebrochene Faszination auf Cassiel aus. Nackt und schutzlos vor einem anderen Mann zu knien hätte böseste Assoziationen wecken können, doch nichts an seiner Lage missfiel dem Dunkelhaarigen. 

Als Clarence schließlich den Bogen in Richtung Honig spannte, war es an Matthew kurz aufzulachen. Er blickte von dem eben liebkosten Untergrund auf, schaute grinsend zu Clarence und nickte. 

„Jepp, solche Perverse gibt es. Man sieht es den Leuten ja auch nicht an. Es könnte jeder sein.“, amüsiert beobachtete er Clarence dabei, wie er es sich bequem machte und das Glas - nach einem kleinen Schlückchen - endlich in Position brachte. Mit Argusaugen verfolgte der junge Mann wie die Flüssigkeit in ihrem Gefäß in Schieflage geriet und schließlich ganz behutsam ausgeschüttet wurde. Dafür, dass sich Clarence oftmals wenig feinmotorisch zeigte, legte er bei diesem Experiment ein erstaunliches Talent an den Tag - und sah obendrein auch noch unverschämt sexy dabei aus. 

Das goldbraune Getränk traf auf die nackte Haut des Jägers und bildete einen kleinen Strom in welchem sich das Licht der Öllampen brach. Das Rinnsal hinterließ eine glänzende Spur und sammelte sich tatsächlich in Clarence‘ Nabel - was Cassiel anerkennend pfeifen ließ. 

„Gar nicht mal so ungeschickt, Mister Sky. Ich glaube fast, Sie haben bereits Erfahrungen gesammelt als lebendes Trinkgefäß.“ - alberte er herum, bevor er sich schließlich herunterbeugte und seine Lippen auf der weichen Haut ansetzte. Den Nabel des Wildlings sparte er dabei erstmal aus, sondern küsste sich eben jene glänzende Spur hinab, die der Whiskey genommen hatte. Brennig breitete sich der Geschmack des Alkohols auf seinen Lippen und der Zunge aus - aber mehr noch als das spürte Cassie das Prickeln der Erregung. 

Gewissenhaft - so als ginge es ihm darum bloß keinen Tropfen zu verpassen - fuhr er mit der Zunge hauchzart die feine Whiskeyspur nach und tauchte erst am Ende in die Vertiefung des Bauchnabels. Mit leisem Raunen glitt er hinein, nahm Alkohol und Clarence wahr und stöhnte leise. 

Seine eine Hand lag auf dem Knie des Hünen während die Zweite eine ganz bestimmte Richtung einschlug. Noch immer hatte er die Unterhose des Wildlings nicht verbannt und streichelte die deutlich erigierte Härte durch den Stoff hindurch während er mit der Zunge weiter den Nabel liebkoste. „Hmmm… schmeckt… viel besser.“, sagte er, ohne die Lippen weiter von dem süßen Untergrund zu heben als nötig, während er fester über die Beule unter der dünnen Stoffschicht rieb. Erneut raunte er, durchaus Gefallen daran findend was er spürte und schmeckte. 

Clarence indes träufelte einen weiteren kleinen Schwall Whiskey über seinen Bauch und auch diesen küsste der Jüngere fort. Die feinen Spuren Alkohol bahnten sich ihren Weg in tiefere Gefilde und nun zog Cassie den Bund der Shorts ein wenig tiefer um die blonden Locken zu entblößen. 

„Mehr… nicht so sparsam.“, und als der nächste kleine Whiskey-Fluss sich seinen Weg über Clarence‘ Haut bahnte, da rann er tiefer und benetzte eben jene goldene Scham. Mit der Nase strich der Jüngere durch die groben Haare und befreite endlich die Länge des Hünen in dem er die Shorts weit genug herunterzog. 

Ohne weitere Spielchen zu spielen oder sich mit Neckereien zu begnügen, umfasste er den harten Schaft und küsste sich durch die Scham, hin zur mit Whiskey benetzten Wurzel der prallen Länge. 

„Hmmm… so hart… fuck, Baby ich liebe es, wenn du so hart bist.“ - vorsichtig, ja fast schon unschuldig, ließ er seine Zungenspitze auf der warmen Haut auftreffen. 

Mit der selben Ruhe und der selben Hingabe wie Clarence zuvor ihn liebkost hatte, widmete sich der Dunkelhaarige nun der Männlichkeit in seiner Hand. Warme Küsse verteilten sich auf dem prallen Schaft und als Matthew sich bis zur Spitze hinaufgeküsst hatte, da öffnete er die Lippen und stupste mit der Zunge sacht gegen den freigelegten Spalt. 

Nichts, kein Rotwein und erst recht kein Whiskey schmeckte so gut wie der Wildling es tat und genießend raunte Matthew.

Zögerlich ließ er die Lippen über eben jene Spitze wandern und nahm sie in seinen Mund auf, die Augen vor Genuss schließend und sich voll und ganz auf den Mann vor sich konzentrierend. Die eigene Länge zuckte ihm gierig zwischen den Schenkeln auf und ein feines Tröpfchen löste sich von seiner Spitze und tropfte auf den Boden. 

Wahrlich diesen Genuss hatte er heute Nachmittag vermisst. 


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