Pond Shore
22. März 2211
Es spielte keine Rolle ob sie an Deck eines Boots waren, nackt in den Gängen eines Zeppelins, in Denver oder hier in Falconry Gardens: Egal wohin ihre Lust sie beide trieb, sie ließen sich mitreißen, genossen die gemeinsame Zeit und vergaßen die Welt um sich herum, jeder Sonne und jedem Schnee zum Trotz.
Versunken in der wohltuenden Wärme seines Mannes und vergraben unter dessen kraulenden Fingern, vergaß Clarence die Welt um sich herum. Seine Sorgen spielten keine Rolle mehr wann immer Matthew ihn für sich einnahm, ihm seine Liebe schenkte und ihn dazu brachte, sich der Lust des Jüngeren anzunehmen. Und doch: Egal wie wild oder unbeherrscht sie waren, zwischen jeder ungeduldigen Zeile sprach doch auch immer die Sprache der Liebe davon wie sehr sie einander begehrten und dass ihrem wilden Treiben weit mehr entsprang als nur unbändige Lust, die ihresgleichen suchte.
Die Umarmung des Böckchens und das zarte Kraulen durch sein blondes Haar war eine Liebkosung, wie sie zu ihrer Ungeduld kaum zu passen schien und doch hob sie noch einmal mehr hervor wie gut sie auch in Momenten wie diesen hier stets aufeinander Acht gaben. Das Böckchen, welches schnell zum Opfer der Erregung eines fremden Bären werden konnte, fühlte sich sicher auf dem Schoß seines Häschers und selbiger genoss es spürbar mit dem Gleichgewicht aus Lust und Last zu spielen, die er beide dem Jüngeren zumutete.
Sollte Matthew wahrlich vor wenigen Augenblicken noch gedacht haben, dass sein Geliebter womöglich gar keine Lust auf spontanen Sex am See gehabt hatte, lehrte die Intensität seiner Härte den einstigen Söldner hoffentlich eines besseren. Die kandisfarbenen Iriden seines Mannes hatten etwas beinahe hypnotisierendes an sich und nicht weniger fiebrig blickte Clarence zum Jüngeren empor, der sich mit zunehmendem Genuss tiefer auf seinen prallen Schwanz hinab sinken ließ.
„Mhh… s-so ist es brav…“, raunte der Jäger leise, gefolgt von einem stockenden Nicken, als müsse er dem Kleinen tatsächlich noch Zustimmung dafür geben, was es auf seinem Schoß tat. Dabei wussten sie eigentlich beide, dass es keine andere Option mehr gab außer sich nun miteinander zu vereinen, denn für alles andere war ihrer beider Lust schon zu sehr entbrannt. „G-Gib mir schön d-dein enges Loch… ich w-weiß… ahh… w-wie sehr du das b-brauchst wenn du s-so geil bist…“
Es war kein Geheimnis wie überbordend die Gefühle seines Böckchens waren, wenn dieser ganz besondere Drang danach aufkam, sich von einem üppigen Schwanz tief ficken zu lassen. Dann brauchte es nichts so dringend wie sich sein empfindsames Löchlein gut bedienen zu lassen, ganz gleich ob sich nur geschickte Finger um es kümmerten oder es ihm anderweitig liebkost wurde.
Mit glänzendem Blick beobachtete der Bär jede Regung der fremden Lippen, fasziniert davon welche Wirkung die Laute seines Mannes auf ihn hatten und erregt schier von den sündhaften Worten, die dabei aus dessen Mund kamen.
„I-Ich spritz dir… alles schön t-tief rein in dein geiles e-enges Loch… b-bis auf den letzten T-Tropfen…“, seine Stimme war zu einem genussvollen Stöhnen verkommen während er sich das prophezeite Szenario vorstellte. Eine Fantasie, die bald Wahrheit werden würde und unter derer der Blonde seine Hände über die fremde Taille hinab tiefer an seinem Mann hinab wandern ließ, bis über dessen wohlgeformte Gesäßhälften hinweg. „Mhh… n-nichts fühlt sich g-geiler an als… hnn… a-als dir d-das Loch so heftig zu besamen… d-dass es dich g-ganz nass macht von innen…“
Gierig vergrub er die Finger im Hintern des Dunkelhaarigen, doch nicht etwa nur um den süßen Arsch seines Mannes unter den Händen zu spüren, sondern vor allem um selbigen mit wohldosiertem Druck an seinem Schwanz entlang zu dirigieren. Einem Spielzeug gleich, das nur dafür gemacht war ihm Lust zu verschaffen, quälte er den engen, kontrahierenden Leib seines Geliebten auf gleiche Weise schließlich wieder tiefer auf seinem Schoß hinab, sich selbst am verheißenden Löchlein jenen Genuss verschaffend, der ganz alleine ihm vorbehalten war. Ihm alleine.
Hungrig spreizte er die Gesäßhälften seines Mannes etwas weiter, sein enges Löchlein dem offen liegenden See präsentierend und aufzeigend, wie prall sein hart aufbegehrender Schwanz ihm den rosigen Muskelring ausgefüllt hatte. Sein Mann mochte das kleine Stelldichein erst angezettelt haben, das unerwartet über sie herein gebrochen war, aber das bedeutete nicht, dass Matthew es dingender hatte als der Bär - denn selbiger machte keinen Hehl daraus wie sehr er es brauchte das Böckchen tief auf seinem dicken Schwanz zu spüren.
„Fuck… f-fuck t-tut das gut…“, ungeduldig drängte er das Kleine tiefer auf seinen Schoß, spürend wie die Tropfen seiner Lust den Jüngeren zunehmend von innen benetzten und es ihm leichter machten ihn zu nehmen. In einem trägen Rhythmus zwängte er sich das unschuldige Böckchen mittlerweile hungrig an seinem feucht glänzenden Schwanz auf und ab, den Griff unnachgiebig und gebieterisch im betörenden Hintern des Oberen versenkt und erneut nach den fremden Lippen haschend, die er unumwunden mit der Zunge für sich aufspaltete. So nachdrücklich wie seine Argumente ob der Kälte und der fragwürdigen zehn Minuten auch sein mochten, so überbordend konnte auch sein Hunger nach dem heißen Eingang des Böckchens sein und das atemlose Raunen des Bären verriet schon jetzt, dass die betörende Enge ihn an den Rande des Wahnsinns trieb.
Was als übereiltes Intermezzo begonnen hatte und als solches auch gedacht gewesen war, war mittlerweile zu einem sinnlich-verruchten Moment geworden von dem Cassie nicht genug bekam.
Seine ach so wichtigen Termine waren nicht mehr Teil seiner Gedankenwelt. Nichts war mehr wichtig. Nicht die Schriften die er übersetzen musste, nicht seine Kleidung die bereits durch Schmutz und Wiese tüchtig gelitten hatte. Nicht die Anzahl der Fenster für ihr Haus…
Wichtig war nur noch, was der Bär von Mann ihn spüren ließ. Wie er ihn eroberte, ihn für sich aufspaltete und ihn dabei mit jedem Stoß mehr benetzte.
Der Dunkelhaarige versuchte gar nicht erst Gegenwehr zu leisten, als sich der Wildling in seiner Kehrseite vergriff und sie an seiner harten Länge auf und ab dirigierte.
Das Böckchen stöhnte leidgeplagt und doch auf eine Weise sinnlich, wie es das nur tat, wenn der Bär es ganz besonders gut stimulierte. Die Enge seiner Hose und die Tatsache, dass ihm weder die Knospen noch sein Schwanz liebkost wurden, hätte eigentlich ein Wermutstropfen sein können - aber das war nicht der Fall. Im Gegenteil. Es unterstrich die Eile mit der sie sich vereinigten, einem dringlichen Akt gleich der keinerlei Aufschub duldete.
„Oh f-fuck… was m-machst du b-bloß mit mir…?“ raunte das Kleine geschwächt und legte den Kopf an der Schulter des Bären ab um sich willig auf den heißen Schwanz herunter pressen zu lassen.
Tief spürte das Kleine den Widerstand in sich arbeiten, spürte allzu genau wie weit sein Mann sein Loch dehnte und sich selbigem aufzwang. Es verlangte den Bären ebenso dringend hiernach wie es das Böckchen brauchte und es tat dem Kleinen unfassbar gut, derart gefordert zu werden.
Sein Stöhnen indes wurde zunehmend erschöpfter, man hörte ihm an, dass seine Kräfte schwanden.
„D-du dehnst mir das Loch so geil… oh ja, oh ja…“
Die Kräfte die das Kleine immer mehr verließen ließen es schließlich vollkommen auf den Schoß des Hünen herabsinken und es geschah das unausweichliche. Unter gepresster Atmung und mit rot entflammten Wangen drang der üppige Schwanz zur Gänze in es ein,pfählte das Kleine tief und quetsche sich bis zur Wurzel in seine heiße Enge.
Das zierliche Böckchen schrie gedämpft, deutlich spürend wie weit sein Loch gespannt wurde - und wie kühle Luft seinen Eingang streifte, ja fast schon liebkoste.
„Hnnngh~ so -tief!“, zitternd versuchte es, sich wieder aufzustemmen, doch die Kräfte dazu fehlen ihm.
„Du f-fickst meinen Arsch s-so t-tief… hnnn~ leg m-mein Loch schön f-frei. J-jeder soll s-sehen wie d-dein Schwanz in m-meinem rosa Loch steckt… f-fuck du m-machst mich so geil.“ stöhnend verbiss sich Cassie im Hals des Blonden während er mit zunehmend abgehackt klingenden Atemzügen vor Lust wimmerte.
In seinen Lenden hatte sich mittlerweile der Druck regelrecht angestaut und auch wenn sich niemand um seinen Schwanz kümmerte, so war dieser unter dem Stoff fast schon schmerzhaft hart geworden.
Geschmeidig bewegte der Bär indes seinen entblößten Arsch an seinem prallen Schwanz auf und ab, machte es nass von seinen Tropfen und pflanzte in das Böckchen die Vorstellung wie eben jener Schwanz sich in heftigen Schüben in es entleeren würde.
Das Kleine wimmerte vor Genuss und verkrallt sich einmal mehr im Schopf des Blonden, den Blick des Wildlinfs suchend. Benommen und fiebrig blickte das Böckchen seinen Häscher an, unfähig Worte zu formulieren. Aber sein Fiepen, als der Bär es besonders tief auf seinen Schwanz presste, sprach Bände. Mittlerweile war das kleine, enge Ding derart aufgegeilt, dass sich seine Atmung zu einem flachen Hecheln wandelte. Die Augen schließend ließ es sich bedienen und presste sich - wann immer es konnte - energisch auf die Männlichkeit des Bären nieder.
„Spritz mich voll…“, flüsterte es erregt und mit zitternder Stimme. „Lass es dir…hnnn~ in mir kommen. Ich k-kann nicht mehr… Spritz mir in m-meinen kleinen Arsch. Oh s-shit ich brauch es s-so…“
Das, was sie früher unter freiem Himmel miteinander getrieben hatten, war um nichts mit dem zu vergleichen, was sie heute miteinander teilten. Damals hatten sie sich aneinander abgeregt - heute erregten sie sich an der prickelnden Gefahr der Öffentlichkeit. Obwohl die Wahrscheinlichkeit gering war gesehen zu werden, gab es trotzdem das kleine was wäre wenn und wahrhaftig: Clarence hatte dieses was wäre schon In Coral Valley kennen und lieben gelernt. Verborgen in der Dunkelheit einer Gasse, jedoch potentiell sichtbar für all jene, die ihren leisen Lauten neugierig entgegen gekommen wären.
Was genau es war, das ihn so unheimlich anmachte wenn sie draußen miteinander Sex hatten, ließ sich dabei kaum in Worte fassen. War es die Furcht davor erwischt zu werden? Oder nicht doch einfach nur der Stolz der ihn bei der Vorstellung überkam, man würde sehen können was für ein sinnlich-schönes Böckchen er sich damals im Wald gefangen und seitdem nie wieder gehen gelassen hatte?
Was das Kleine mit ihm machte, vor lauter Erschöpfung tief auf seinen Schoß gesunken und den üppigen Schwanz bis zum Anschlag in seinem engen Löchlein versteckt, war dem Blonden deutlich anzuhören. Nicht mehr fähig seine Lust für sich zu behalten, stöhnte er gierig auf als die fremden Zähne sich in hungriger Manier in seinem Hals verbissen. Matthew war überall - auf seiner Haut, um seinen empfindlich pochenden Schwanz, das lüsterne Wimmern des Jüngeren in seinen Ohren. Selbst seine Gedanken hatte das Böckchen bis in den letzten Winkel seiner Hirnwindungen eingenommen und die Fähigkeit sich dagegen zu verwehren, die hatte der Hüne schon vor Jahren freiwillig fahren lassen.
„Shit… d-du machst mich… s-so fertig…“, keuchend versuchte er erneut nach den Lippen seines Mannes zu haschen, gierig danach ihn zu küssen und zu schmecken, doch seine Atemlosigkeit machte es ihm nachzuholen unmöglich sich dieser Sehnsucht hinzugeben. Stattdessen schmiegte er die bärtige Wange Nähe suchend an die des Jüngeren, seinen festen Griff im süßen Hintern seines Mannes dazu nutzend ihm sachte empor zu helfen wann immer der Dunkelhaarige sich zittrig versuchte auf ihm zu erheben - nur um keuchend darunter zu erschauern, wie sich das enge Loch zurück über seinen dicken Schwanz zwängte.
Bei Gott, obwohl sie keine Kinder von Traurigkeit waren, hatte es sich lange nicht mehr so intensiv angefühlt es auf diese Weise miteinander zu trieben. Er war so hungrig auf Cassie, dass es ihm völlig gleich war ob er das Böckchen gut vorbereitete hatte oder nicht, ob man sie hier mitten auf der Wiese erwischen würde oder ob man sie auf dem Nachbargelände noch hören würde. Alles was blieb war die Enge seines Mannes, die regelrecht hypnotisch auf ihn einwirkte und machte, dass er nicht genug von der Enge um seinen Schwanz bekam die ihn regelrecht abmelkte. Wie verzehrende Flammen schlug das erregt-gierige Hecheln des Jüngeren auf ihn hernieder, drohte ihn zu verschlingen und tauchte den Blonden mit jeder Faser seines Leibes in eine Hitze, die völlig konträr war zur kalten Brise die am Teichufer entlang wehte.
„F-Fuck… f-fuck, h… h-hör nicht auf… hnn… g-gib mir d-dein g-geiles Loch…“, bebend rang er nach Luft, unfähig sein gieriges Böckchen durch seinen verhangenen Blick hindurch zu mustern, aus dem Lust und Gier ganze Bände sprach. Er brauchte diesen Mann und seine Nähe so sehr wie Luft zum Atmen und Wasser um nicht zu verdursten - und er brauchte es noch mehr von ihm bis zum Höhepunkt geritten zu werden, ganz gleich wo sie waren oder wie spät es dabei war, weshalb er nicht dagegen ankämpfte, als sein erschöpftes Böckchen ihn schließlich über die Klippen seiner eigenen Lust hinweg stieß.
Gierig und ohne Rücksicht darauf ob das Kleine ihm Gegenwehr leistete, presste er es tief auf seinen Schoß hinab als die Wogen seiner Lust ihn wie peitschende Wellen in die tosende See hinaus rissen. Zittrig stöhnend vergrub er seine Finger in dem erhitzten Fleisch des Jüngeren, während sein harter Schwanz sich unbeugsam im Leib des Oberen aufbäumte um seinen heißen Samen tief in das gierige Löchlein des Böckchens hinein zu pflanzen. Nichts auf dieser Welt fühlte sich annähernd so gut an wie zur Gänze in ihm zu stecken, zu spüren wie tief er sein Böckchen besamte und dabei zu wissen, dass das Kleine nichts anderes so sehnsüchtig wollte wie genau das hier - völlig egal was der Tag noch plante ihnen abzuverlangen oder ob es überhaupt klug war, was sie hier überhaupt gerade miteinander getan hatten.
Derartig übereinander herzufallen war für sie beide nichts absolut Neues und doch war jedes Mal ein derart berauschendes Erlebnis, dass bei Matthew alles logische Denken aussetzte.
Dass er einmal derartige Lust empfinden würde, wenn ein Mann mit ihm schlief hätte er niemals gedacht- und doch war es mit Clarence so, als hätten alle schrecklichen Ereignisse aus seiner Vergangenheit nicht stattgefunden.
Nur der Blonde machte, dass Cassiel loslassen konnte und ihr Zusammensein derart ungehemmt genoss.
Sein Stöhnen war längst ein überfordertes Hecheln geworden, durchbrochen lediglich von erschöpften Wimmerlauten. Die Verzweiflung des Böckchens war keine Verzweiflung der Agonie, sondern eine der Lust.
Sein zierlicher Leib wollte mehr und gleichzeitig konnte er nicht mehr ertragen als das was Clarence ihm gab.
Er spürte nur allzu deutlich wie der Bär ihn pfählte, wie der pralle Schwanz seinen Körper immer wieder neu dehnte, sich Platz verschaffte wo sein Löchlein eigentlich suggerierte, dass kein Platz war. Doch die Wonne die es ihm bescherte so bedient zu werden, war für das Kleine die reinste Qual. Wehleidig hechelte es dem Bären ins Ohr, jeder Muskel angespannt und zitternd.
„Fick mich, fick mich, fick mich….“ stammelte es atemlos obgleich der Wildling nichts anderes tat als genau das.
Es war wie ein Rausch, immer wieder dirigierte er sein zuckendes Loch an seinem Schwanz auf und ab, in einem Rhythmus der immer schneller und immer nachdrücklicher wurde. Auf der Suche nach Halt klammerte sich Matthew an den Blonden, ihn ungeniert an seiner Lust teilhaben lassend. „Hnnngh oh ja, oh f-fuck ja. H-hör nicht auf mich z-zu ficken, h-hör nicht auf mir m-mein enges Loch zu ficken…“ den zittrigen Worten folgte ein Biss in Clarence‘ Hals von dem der Blonde garantiert ein kleines Andecken behalten würde. Geschmeidig drängte Cassie sich der Männlichkeit seines Häschers entgegen, dem vorgegeben Rhythmus nicht nur brav folgend sondern ihn von selbst einhaltend. Eigentlich war es absehbar, dass der Jäger nicht mehr lange konnte, sein Stöhnen und die Art wie er sich immer haltloser in den Leib des Jüngeren drängte sprachen Bände. Das Böckchen hätte all das wahrnehmen können, doch es war vollkommen gefangen von seiner eigenen Lust und den Bedürfnissen die mit jedem Stoß befriedigt wurden.
Als der Bär plötzlich mit heiserem Stöhnen seinen Höhepunkt erreichte und das Böckchen gierig auf seinen Schoß presste und es unten hielt, wimmerte das Kleine wehleidig auf. Es spürte wie sein Loch zuckte, wild und gierig nach weiteren Stößen und gleichzeitig spürte es wie sich der Schwanz des Bären in ihm aufbäumte. So tief wie nur irgendwie möglich steckte der Wildling in ihm, die Hände fest in seinem Gesäß verkrallt und sein Loch noch immer freigelegt. Die Wärme des fremden Samens ergoss sich in mehreren Schüben in ihm und Cassie stöhnte verzweifelt.
„Nicht, nicht…. Noch nicht…“ wimmerte er und fing an, seine Hüfte - dem Griff des Bären zum Trotz - wieder zu bewegend. „Gleich Baby… gleich… n-nur noch ein b-bisschen. Ich m-muss dich nur noch ein haaaa~ bisschen ficken.“ eine Hand vergrub der Jüngere nun im Schopf des Hünen während er anfing, den noch harten Schwanz seines Mannes zu reiten. Tief ließ er ihn in sich und bewegte seine Hüfte in geschmeidigen, energischen Bewegungen - wohl wissend, dass er den Bären damit folterte. Die Hitze in seinen eigenen Lenden war zu sehr aufgestaut, als das das Böckchen auf seine Befriedigung verzichten konnte, es brauchte den Schwanz des Bären einfach zu dringlich als das es Rücksicht nehmen konnte.
„Oh ja…ohhh… f-fuck, gleich.., ich k-komme gleich. Hnnn~ b-bitte fick mein enges Loch, du hast es s-so geil besamt….“ ungehemmt drängte das Böckchen sich auf den Schwanz und verschaffte sich hörbar Lust an der fremden Männlichkeit, berauscht von dem was eben geschehen war.
„Es kommt, Baby… Ich hnnn~ m-muss abspritzen. Oh ja, oh jaaaa~“ mit Nachdruck presste sich der Jüngere ein letztes Mal auf den Schoß seines Mannes als sich all die aufgestaute Erregung entlud. Sein Anus kontrahierte fest und ungestüm um den Widerstand in sich als wolle er auch noch den allerletzten Tropfen des Bären abmelken und in sich aufnehmen. Fest hatte der Jüngere sich mit der einen Hand im Schopf und mit der anderen in Clarence‘ Schulter verkrallt und noch während die Wellen des Höhepunkts durch seinen Körper fuhren wurde sein Stöhnen wieder zu eben jenem atemlosen Hecheln, welches von allergrößter Lust und Wonne sprach.
Vergessen waren Kälte und Schmutz, Tagesplanungen oder ein selbst gestecktes Zeitlimit. Matthew kam heftig und in mehreren Schüben und benetzte seine eigene Unterwäsche mit seinem Samen während der des Jägers tief in sein Löchlein gepflanzt worden war. Keuchend und zittrig sackte Cassie schließlich auf Clarence zusammen, als die Anspannung und auch die Kräfte ihn verließen.
Noch immer ruhte die Männlichkeit des Blonden in ihm und noch immer zuckte sein Löchlein, doch statt mehr zu wollen wussten sie wohl beide, dass der Moment der Zweisamkeit sich dem Ende näherte.
Das Haar wirr und die Augen glasig sah Matthew erschöpft und verwegen zu gleich aus als er Clarence‘ Blick suchte und ihn nach den Worten: „Das waren mehr als zehn Minuten, Baby.“ schmunzelnd auf die Lippen küsste.
Mit Matthew zu schlafen hieß nicht einfach nur, an ihm seine Lust zu befriedigen. Der Dunkelhaarige war kein Mittel zum Zweck, kein Fleisch gewordener feuchter Traum und schon gar nicht waren sie einander ein lieb gewonnenes Spielzeug, das man nur dann heraus holte, wenn man darauf Lust hatte.
Nein, Matthew war überall.
Eingewebt in jedes Atom das ihn umgab. Eingetaucht in jede Faser seines eigenen Seins. Wie eine dicke, behütende Decke lag der Geruch seines Mannes auf ihm, tauchte der gleißend-süße Schmerz der fremden Zähne in seinen Hals und die ruhelosen Finger, tief versunken in seinem blonden Haar, ließen Clarence vergessen wo oder wann er war - doch sicher blieb ihm nur die Gewissheit darüber, dass er mit ihm hier war. Mehr musste der brave Christenjunge in Momenten wie diesen hier auch gar nicht wissen, in denen sein Mann ihn alles vergessen ließ, was er jemals zu glauben gedacht hatte.
Noch während das hungrige Böckchen damit begann sich gierig an seinem noch harten Schwanz zu schaffen zu machen, konnte man deutlich das nasse Schmatzen des tief in es hinein gepflanzten Samens hören, welches ihr sündiges Treiben zu untermalen begann. Wie eine verdorbene Arie untermalte es das haltlose Stöhnen des Kleinen, welches sich ungezügelt Lust an seinem überempfindlichen Bären verschaffte, der - seines Rufes als Häscher zum Trotz - in seiner eigenen Lust zum Opfer der fremden Begierden geworden war.
Sein eigenes Jammern war zu einem kläglichen Wispern verkommen, unter dem er den zuvor noch strammen Griff aus dem festen Hintern seines Geliebten gelöst hatte und die Hände zögernd über Cassie schweben ließ - zerrissen zwischen der Sehnsucht danach ihn weiter unter seinen Fingern zu spüren und der andauernden Gefahr, aus einem unaufhaltsamen Reflex heraus das Kleine von seinem Schoß zu schieben, weil es ihm einfach zu viel zumutete. Doch genauso wie die Enge seines Geliebten ihn überforderte, so zog sie ihre gemeinsame Erregung doch auch zu einem schier nicht enden wollenden Rausch in die Länge und ließ den Leib des Hünen in einer Unruhe zurück, die kaum länger zu ertragen war.
Halb ernüchtert vom eigenen Höhepunkt und doch noch immer halb im Rausch durch die Gier seines Böckchens, beobachtete Claire aus fiebrigen Iriden mit welcher Intensität schließlich auch sein Mann kam und wie heftig sich die Ekstase in seinem schönen Leib ausbreitete. Längst vorbei waren die Zeiten in denen sich Cassie von ihm abwandte während er kam, in denen er den Jäger nicht daran teilhaben ließ welchen Genuss er daraus zog mit ihm intim zu werden oder in denen der Blonde gar nicht erst in dem Jüngeren kommen durfte. All das kam ihm schon lange vor wie ein oft erlebter und doch schon lang vergessener Albtraum, an dessen Details er sich schon ewig nicht mehr erinnern konnte, obwohl er lange genug von ihm verfolgt worden war.
Selbst als die heftigsten Wogen, die selbst Clarence nochmals ein kehliges Stöhnen abverlangt hatten, abgeebbt waren, spürte er noch immer vereinzelt den warmen Leib seines Mannes um sich kontrahieren. Es waren Momente wie diese hier, in denen er sich Matthew schon immer am nächsten gefühlt hatte. Sekunden, in denen die Welt noch einen kleinen Moment still stehen blieb bevor sie wieder von der Realität eingeholt wurden und während denen die Finger seines Mannes zärtlich in seinem Haar ruhten, während dieser ihn mit einem kecken Spruch Baby nannte, nur um ihn kurz darauf zu küssen.
Wohlig und die Kälte des nassfeuchten Bodens schon längst vergessen, brummte der Bär von Mann seelig in den Kuss den Cassie ihm schenkte und ließ sich dabei von dem warmen Schmunzeln des Oberen anstecken. Längst hatte er vergessen, dass irgendwo eine Mo‘Ann auf Matthew oder gar Schläge auf ihn warteten, weil er die bis eben noch makellosen Kleider seines Mannes nun endgültig für das restliche Vorhaben dieses Tages ruiniert hatte.
„Naja, du… du kennst mich. Ich verkaufe mich lieber unter Wert… dann bin ich am Ende immer für eine Überraschung gut“, offenbarte er seine gerissene Taktik noch immer etwas atemlos, die Hände mittlerweile wieder auf den festen Schenkeln des Oberen ruhend, ihm sachte bedeutend ihn noch nicht gleich wieder zu verlassen, nur weil sie fertig waren. „Außerdem weißt du ja… wir Waldschrate haben es nicht so mit Uhren. Wir stehen mit den Vögeln auf… wir gehen bei Sonnenuntergang zurück in unser Wurzelwerk zum Schlafen… das Übliche eben. Was wir halt so machen.“
Unschuldig zuckte er mit seinen Waldschrat-Schultern, wobei er nach ihrer Runde im Schlamm jener Bezeichnung sicher wieder halbwegs alle Ehre machte. Immerhin war er mit seinem fragwürdigen Auftreten nun nicht mehr alleine, denn wenigstens bis zum nächsten Umkleiden erkannte selbst ein Blinder mit Krückstock, dass sie beide zueinander gehörten.
„Du wurdest hiermit offiziell waldschratifiziert, Reed. Ab jetzt gibt es kein Zurück mehr“, vielsagend zupfte er an Cassies Revers, bevor er ihn an selbigem ein weiteres Mal zu sich hinab zog, ihm einen wohligen Kuss von den Lippen stehlend.
Der gemeine Waldschrat hatte einen ganz eigenen Tagesrhythmus wie Matthew sich erklären ließ.
Aufstehen mit den Vögeln, dann vögeln, dann Wurzelwerk. Soso. Cassie tippte dem Blonden vielsagend gegen die Stirn und attestierte ihm im Tonfall nachsichtiger Geduld:
„Du hast eine Macke, Claire. Und zwar keine kleine.“
Trotzdem oder gerade deshalb blieb Matthew noch auf dem Schoß des Hünen. Noch immer spürte er ihn in sich aber das drängende Begehren war für den Moment verebbt. Was blieb war ein inniger Moment der Zweisamkeit wie man ihn nur teilte, wenn man einander wirklich nahe war.
Mit sanftem Druck drängte Matthew den Blonden vollständig auf das Gras zurück, sich über ihn beugend und ihn nochmals von sich aus innig küssend.
„Mein Zeitplan kommt… wegen dir… völlig durcheinander.“
Das hätte ein Tadel sein können, war allerdings keiner. Denn auch wenn seine Gedanken sich allmählich wieder auf das Notwendige des heutigen Tages konzentrierten, so bereute der Dunkelhaarige keine Sekunde ihres Intermezzos.
„Ich muss jetzt los, Baby.“, wisperte er zwischen zwei Küssen, atmete tief durch und seufzte. Clarence roch nach Wind, Kräutern und Sex - kurzum, er roch vertraut.
Nur zu gern wäre Matt noch länger hier geblieben, hätte den Tag damit verbracht mit dem Blonden Zärtlichkeiten auszutauschen, aber so lieb ihm das auch gewesen wäre, letztlich hatten sie beide ihre Rollen zu spielen.
Was Matthews Rolle sein würde, war diesem noch nicht ganz klar. Mo‘Ann zu töten - was naheliegend war - war im Augenblick nicht möglich und so hatte er eine merkwürdige Handlangerrolle eingenommen, die ihm gehörig gegen den Strich ging. Aber sie ermöglichte ihm Zugang zur Bibliothek, zu alten Büchern und Schriften und es ermöglichte es ihm, Mo‘Ann im Auge zu behalten.
Mit einem weiteren unwilligen Seufzen setzte sich der Jüngere wieder auf und entzog sich kurz darauf der Vereinnahmung durch den Größeren.
„Ich muss mich waschen und umziehen… fuck ich bin viel zu spät dran.“ die Hose wieder an Ort und Stelle strich er den Mantel wieder zurecht und sah - trotz dem Schmutz - irgendwie gleich wieder adrett aus. Ein verborgenes Talent seinerseits, das ihm einfach gegeben war.
„Komm alter Mann, ich helf dir hoch.“ er streckte dem Blonden die Hand hin und zog sie - kurz bevor Clarence sie ergreifen konnte - einmal spielerisch zurück, sodass der Blonde ins Leere langte.
Der Frechheit zum Trotz, die den Jüngeren keck schmunzeln ließ, half er Clarence beim zweiten Versuch doch noch auf, fasste ihn am Unterarm und zog ihn hoch.
„Oh man, so kannst du nicht los. Schätze, wir sollten beide erstmal zurück und uns umziehen.“ zwar versuchte er, den gröbsten Schmutz von Clarence Sachen abzuklopfen, aber ebenso hätte er versuchen können, den Wind am Wehen zu hindern. Es war vergebene Mühe.
Sich selbst einmal durch das Haar wuschelnd und es damit weiter zerzausend, reckte sich Cassiel anschließend nochmal zu dem Blonden empor, während er ihn am Kragen seines Mantels zu sich herunterzog. Seine Lippen suchten und fanden die von Clarence und für einen weiteren, innigen Augenblick, küsste Matthew ihn mit sinnlicher Zärtlichkeit.
Sich gegen ihn lehnend blickte er danach über die Wiese, den See und die seichten Nebelschwaden die sich über das Ufer kräuselten. Es war ein Augenblick einvernehmlicher Stille in dem sie zwar keine Worte aber sonst alles miteinander teilten.
Das vernarbte Wildpferd stand am Rande der Wiese, wo es unweit von einigen Rehen graste. Dieser Ort hätte ebenso gut am Ende der Welt liegen können - so friedlich war es.
Und irgendwie wäre Cassie das lieber gewesen.
„Komm. Wir müssen wirklich los.“
Ob er eine Macke hatte oder nicht, war eine Frage, die sie wann anders würden ausdiskutieren können - aber nicht jetzt. Denn jetzt hatte Clarence noch immer keinen Bedarf danach zu reden, sondern mit den Lippen seines Mannes ganz andere Dinge zu veranstalten.
Ohne Gegenwehr ließ er sich aufs nasse Gras zurück drängen und gab sich den innigen Küssen hin, die Matthew über ihn brachte wie wohltuenden Sommerregen nach einem viel zu heißen Tag. Wenn es die Möglichkeit gäbe Momente zu konservieren und für ewig festzuhalten, wären es Augenblicke wie diese hier, die Claire niemals vergessen wollen würde. Minuten voller Innigkeit, in denen keine Rolle spielte was war oder welche Pflichten auf sie warteten. Die einen vergessen ließen, dass Mo‘Ann in der Bibliothek saß, man sie beide eigentlich erpresste und Oliver Hazel vor den Toren der Stadt Dinge offenbart hatte, die so viel dringlicher und wichtiger waren als ein wildes Intermezzo mitten auf der Wiese hinter einem leerstehenden Haus.
„Wieso sollte es… deinem Zeitplan besser gehen als mir, mh?“, wisperte er leise gegen die zerküssten Lippen seines Mannes, immerhin brachte Matthew ihn nicht weniger durcheinander als ihr kleines Stelldichein die restliche Tagesplanung. Dass der Dunkelhaarige eben jene wieder einzuholen gedachte, machte Clarence zwar nicht gerade glücklich, aber letztlich verwunderte ihn das plötzliche Drängen des Jüngeren nicht wirklich.
Noch am Boden liegend, rückte er zuerst sich selbst und schließlich auch die Kleidung zurecht und kam nach der tückischen Finte seines Mannes ebenso wieder in die Senkrechte. Seine Knie fühlten sich noch angenehm schwach an von dem intensiven Höhepunkt den Cassie ihm beschert hatte, doch der lange Marsch zurück in die Stadt würde diesen Umstand sicher zu beheben wissen. Eine Wanderung, die der andere schließlich doch noch einen Moment länger hinaus zögerte, indem er den Blonden am Revers griff und ihren Aufbruch einfach Aufbruch sein ließ.
„Mhh… der einzige, der hier wirklich los muss, bist eigentlich nur du. Ich denke, ich kann ganz gut damit leben, wenn du bei Mo‘Ann in Ungnade fällst“, zuckte Clarence unschuldig mit den Schultern, bevor er Matthews Hand ergriff und seine Finger mit denen des Jüngeren verwob. Am Ende sprang der Kerl noch auf sein Pferd und galoppierte ihm in Windeseile davon in Richtung Stadt, von der Angst getrieben auf welche Ideen die Glatzköpfige sonst kam, wenn er sie zu lange warten ließ.
„Meckern wird sie so oder so mit dir. Dann kannst du es auch noch ein wenig ausreizen, wenn du ihrem Zorn eh nicht entkommst. Sag ihr einfach, ich bin Schuld an deiner Verspätung, vielleicht mildert das ihre Stimmung etwas - gelogen wäre das ja eh nicht so wirklich.“
So wie sie beide aussahen, ließ sich eh nur ein unüberlegter Schlammkampf oder ein Überfall vermuten. Beides würde sich in der Stadt herumgesprochen haben, noch lange bevor sie umgekleidet und gewaschen beim Haus des Clans angekommen waren.
Aus etwas Distanz schaute der Jäger seinem strammen Reitersmann schließlich dabei zu, wie dieser sein schlecht gelauntes Pferd einsammelte um es nicht alleine zurück und seinem Schicksal auf dem noch unbewohnten Grundstück zu überlassen. Der Gaul war derart unberechenbar, dass Claire begonnen hatte Abstand von ihm zu halten. Nicht nur ein Mal hatte das Pferd ihn schon gebissen und er könnte schwören, dass das Tier ihn aus tückischer Absicht heraus beobachtete, stets in der Vorstellung versunken wann er dem Blonden ungeahnt von hinten einen Tritt verpassen konnte.
„Du hast mich wegen Liv gefragt, kurz bevor du dein Wettrennen angezettelt, verloren und mir das heutige Abendessen geschuldet hast“, fasste er nochmals nachdrücklich sein Anrecht auf den heutigen Abend zusammen, erinnerte Cassie aber auch gleichzeitig daran welch ernstes Thema sie eigentlich angeschnitten hatten, bevor die ganze Sache mal wieder eskaliert war. Wie so oft in letzter Zeit, seitdem die Dinge sich etwas beruhigt und sich so etwas wie Normalität in ihr Leben geschlichen hatte.
Missmutig beäugte er das Pferd, das Cassie im Schlepptau hinter sich her führte und von dem Claire schwor, dass es ihn schon wieder so ansah als wollte es den Jäger fressen.
„Liv hat einen anderen Antrieb. Im Gegensatz zu vielen anderen unseres Alters hat nicht Nathan sie gefunden und her gebracht. Sie stammt hier aus der Region“, das war kein großes Geheimnis und doch war es recht selten Thema, wer von ihnen allen woher kam und wie zu den Kestrel gefunden hatte. Der Clan war Familie und gleichgestellt zu Ehefrauen, Partnern oder Kindern.
„Es ist nebensächlich ob man hier geboren ist oder nicht, so lange jeder von uns weiß, wo er hingehört: Zum Clan.
Und der ist hier angesiedelt. Das bedeutet aber nicht, dass es schon immer so war und auch nicht, dass es immer so sein muss. Es gab Zeiten, da waren die Kestrel reisend, so wie viele andere kleine Clans auch. Unterwegs in den Wäldern, damit beschäftigt andere Jäger abzuschießen, abgeschossen zu werden und irgendwie Geld zu verdienen. Frag Sibyll, die war schon hier, da kannte man die Namen Nathan und Annedore noch nicht einmal.“
Die alte Jägerin, die Cassie noch immer nur mit Mrs. McIntosh ansprechen durfte, erinnerte sich sicher noch gut an die Zeit, als der alte Sinclaire noch gelebt hatte. Eine Ära, von der Nathan es nie gern gehabt hatte, sie darüber reden zu hören.
„Ich glaube nicht, dass Odette sich darum schert ob die Menschen oder die Brüder und Schwestern des Clans hier ein unbekümmertes Leben führen. Sie wird sich einen Namen machen wollen, egal was das für die Stadt oder ältere Mitglieder des Clans bedeutet“, mit einem Ausfallschritt brachte er zwischen sich und das Pferd Platz in Form seines Mannes, der ihm als schützender Schild fungieren sollte, wenn der Gaul dazu bereit war wieder auf ihn los zu gehen. „Wenn Liv wählen muss zwischen den Plänen die Odette hat und dem was gut ist für den Clan und die Stadt, wird sie sich immer für letzteres entscheiden. Da bin ich sicher.“
Natürlich war es Clarence‘ Schuld, dass Cassie nun zu seinem Termin zu spät kam. Der Blonde hatte es schließlich zu verantworten, dass er nicht nur zu spät von ihrem Grundstück aufgebrochen war sondern auch noch wieder nach Hause musste bevor er in die Bibliothek kam.
Damit würde er Mo‘Ann nicht nur ein wenig versetzen sondern um Stunden später eintreffen als vereinbart.
„Du bist Schuld, aber das geht sie nichts an.“ - er sah es gar nicht ein sich zu rechtfertigen, immerhin war er ein freier Mann und konnte tun und lassen was er wollte. Dass der Glatzköpfigen das nicht gefallen würde war ihm schon klar, kümmerte ihn aber nicht.
Er und sie waren keine Freunde und würden es auch niemals werden, selbst dann nicht, wenn es ab und an Momente gab in denen sie sich auf skurrile Weise gut verstanden.
Nachdenklich hörte Matthew seinem Mann zu, während er am Rande registrierte, wie Clarence stets darauf achtete Distanz zwischen sich und dem namenlosen Pferd zu halten. Der Hengst, den Narben nach zu urteilen entweder ein Unglücksrabe oder ein streitlustiger Kamerad, war noch jung und so eigensinnig wie die Nacht schwarz.
Auch Matthew gegenüber legte er die Ohren an, als dieser dem Tier eine Klette aus der Mähne zupfte, aber er unternahm keinen Versuch, den Dunkelhaarigen zu beißen.
Das chronisch übellaunige Tier unterhielt eine Beziehung zu Matthew, die sich nicht recht erfassen ließ. Der Hengst lief frei, war ungesattelt und Matt hatte ihm weder Trense noch Halfter angelegt. Theoretisch hätte es laufen können wohin es wollte, aber es hielt sich - einem Schatten gleich - seit Monaten immer in relativer Nähe zu dem jungen Mann auf. Schon Wochen bevor er Falconry erreicht hatte, hatte sich sich das Tier als treuer Begleiter entpuppt und daran hatte sich seither nichts geändert. Und was Cassiel betraf: er liebte das namenlose Ross und würde es schmerzlich vermissen, würde es sich entschließen eigene Wege zu gehen.
Auch jetzt lief das Wildpferd neben Cassie, den Kopf erhoben und die Umgebung beäugend, die Ohren anlegend wann immer Clarence zu ihm sah.
„Wenn du dir da sicher bist, dann solltest du mit ihr reden. Sie ins Boot holen und abklopfen ob du sie richtig einschätzt.“ - Matthew machte keinen Hehl daraus, dass er in Bezug auf diesen Plan keine große Hilfe war. Er kannte die Akteure zu wenig, war nicht Teil des inneren Zirkels und genoss nicht das Vertrauen der Mehrheit. Er konnte beobachten und abschätzen, sich umhören … aber mehr eben auch nicht. Wenn irgendwer Partei ergriff, dann nicht für ihn - dazu gehörte er einfach zu wenig hierher.
Clarence hingegen war ein Kind des Clans. Niemand zweifelte an ihm - zumindest nicht offen. Aber würde es doch zu Widerstand kommen, so würde der Blonde den Kopf hinhalten und nicht Mo‘Ann - auch wenn sie alles eingefädelt hatte.
„Wenn Odette die anderen gegen dich aufwiegelt, sollten wir einen Plan haben. Einen richtigen Plan. Ich weiß nicht wie du das siehst aber ich schätze es wäre gut, wenn wir wissen wer definitiv auf unserer Seite steht, sobald es drauf ankommt.“ inwieweit die Dinge eskalieren würden konnte der Dunkelhaarige nicht einschätzen. Er hoffte es würde keinen großen Eklat geben, befürchtete allerdings das Gegenteil.
Du bist Schuld, aber das geht sie nichts an. - Ein anerkennender Ausdruck machte sich auf Clarence‘ Gesicht breit, während er kurz nickte, um dem Gesagten wortlos seinen Respekt zu zollen. Es wäre ein leichtes gewesen Claire der Alten zum Fraß vorzuwerfen um den eigenen Kopf aus der Schlinge zu ziehen, vor allem um sich nicht weniger beliebter bei Mo’Ann zu machen und nicht ihren Groll auf sich zu ziehen. Aber Matthew bevorzugte es seinen Mann aus der Schusslinie zu halten und auch wenn das selbstverständlich anmuten mochte, so hatte diese Entscheidung doch einen ganz eigenen Wert in einer Welt wie der ihren.
Auch bezüglich des Pferdes scheute er sich nicht den Jäger vor schlimmerem zu bewahren und schützend seine Position zwischen Clarence und dem Gaul zu halten. Was Cassie und das Pferd da am Laufen hatten, dass es diesen Taugenichts noch nicht mit Haut und Haar gefressen oder ihm einen Tritt verpasst hatte, wollte Claire gar nicht so genau wissen. Hauptsache er selbst war in Sicherheit.
„Im Idealfall wiegle ich die anderen gegen Odette auf, noch bevor sie mir an den Karren pissen kann. Aber ob sie das nicht hinter vorgehaltener Hand schon genauso tut wie wir es bei ihr planen, weiß ich nicht“, fasste der Ältere zusammen was für sie im Dunklen verbogen lag. „Traue ich es ihr rein vom Charakter her zu? Sicher. Aber glaube ich, dass sie so viel Grips hat?“
Eine abwägende Geste ließ verkünden, dass er daran eher zweifelte.
„Sie ist überzeugter von sich selbst und ihrer Position als sie es sein dürfte. Jedenfalls legt sie mehr Selbstwertgefühl an den Tag, als ihre Eltern ihr die letzten Jahre mit auf den Weg gegeben haben. Das kann nur daher kommen, dass sie sich mit den Bekloppten so siegessicher fühlt.“
Rory, Ryan, ein paar andere Idioten, die sich maßlos selbst überschätzten und denen Ruhm und Ehre wichtiger waren als das, wofür der Clan seit Jahrzehnten stand… sie hatten sich gesucht und gefunden, was es nicht einfacher machte, aber berechenbarer.
„Die denken wenig und handeln mehr. Wenn Odette sich von mir angegriffen fühlt, dann werde ich vermutlich schneller merken als mir lieb ist, dass sie versucht die anderen gegen mich aufzustacheln. Sollte es anders kommen, fange ich wirklich an, an meiner Menschenkenntnis zu zweifeln.“
Von der Seite her musterte er Matthew nachdenklich, bevor er stehen blieb und den Blick ein letztes Mal nachdenklich über ihr Land schweifen ließ. Es fühlte sich noch immer surreal an, dass all das hier nun tatsächlich ihnen gehören sollte. Wiesen, ein Haus, ein ganzer Teich nur für sie alleine. Ein Zuhause an dem sie zusammen arbeiten und werkeln würden, bis es all ihre Wünsche erfüllte und sie einen Rückzugsort geschaffen hatten, an dem sie sich erholen konnten von Komplotts und Putschen.
„Ich weiß nicht was sie vorhat, aber was es auch ist… es gefällt mir jetzt schon nicht. Ihre Stimmung ist…“ - abwägend wiegte er den Kopf von rechts nach links, unsicher ob dieser Vergleich nicht zu sehr dazu führte die Ernsthaftigkeit der Situation zu untergraben, die damit einher ging.
„Sie erinnert mich an Harper, wenn sie eine große Ankündigung angestimmt hat um eine Sache zu verkünden, die eine absolute Schnapsidee ist. Eine Sache von der man hofft, dass sie sie nur geplant aber noch nicht angezettelt hat. Etwas Undurchdachtes, das eine Achtjährige für die perfekte Idee hält während allen anderen klar ist, dass das nichts werden kann. Sie ist aufgedreht, als würde sie sich auf etwas freuen und ich befürchte, dass das nichts Gutes sein wird. Nicht für jemanden der weiter denken kann als von Zwölf bis Mittag.“
Bislang hatten sie den von Mo’Ann geforderten Putsch vor sich her geschoben, stets in der Bemühung herauszufinden ob das Druckmittel, das die Akademikerin gegen sie beide in der Hand hielt, tatsächlich existierte. Bislang war das auch gut gelungen, auch wenn Mo‘Ann ihr Missfallen darüber offen ausdrückte.
„Was mir Angst macht ist nicht Odette oder die alte Schachtel, sondern was passiert, wenn wir plötzlich einer Situation gegenüber stehen, die eine sofortige Handlung von uns erfordert anstatt einen von langer Hand erdachten Plan durchzuziehen.“
Ohne, dass Matthew Harper persönlich kannte, war der Vergleich zwischen ihr und Odette merkwürdig aber bildhaft. Was ihn betraf so hatte er wenig Schnittstellen mit dem Fräulein gehabt sondern hatte sich die dummen Kommentare und hohlen Sprüche mehr von Rory und Ryan angehört. Trotzdem war ihm klar, dass diese Typen vermutlich nur das aussprachen, was sie glaubten das Odette es hören wollte.
Sich vorzustellen, dass diese Leute den Clan übernahmen, Clarence ans Bein pinkelten, ihn zum Buhmann machten und damit auch ihre Existenz an diesem Ort hier bedrohten, gefiel dem Dunkelhaarigen nicht.
Aber gleichzeitig besorgte es ihn auch nicht zu sehr.
In den vergangenen Monaten war so viel Scheiße passiert, dass ein paar Aufwiegler ihm erschienen wie ein Spaziergang im Park.
Cassie langte in seine Manteltasche, fischte sich eine Zigarette aus dem kleinen Etui und steckte sich selbige mit einem Streichholz an. Das noch glimmende Zündhölzchen schnippte er anschließend auf den nasskalten Boden, wo es geräuschlos erstarb.
„Weißt du…“, setzte er an, nahm einen Zug und drehte sich einmal herum, wobei er ein paar Schritte rückwärts auf gleicher Höhe mit Clarence lief, sicherstellend, dass hinter ihnen auf dem Weg auch ja niemand unterwegs war.
„…als Jäger hat man es nicht nur leicht. Und vor allem hat man nicht überall Freunde. Es können alle möglichen… Unwägbarkeiten passieren.“, er drehte sich im Gehen wieder um, wodurch er wieder in Laufrichtung neben Clarence herging. Eine Bewegung so flüssig und elegant wie man es nicht erlernen konnte, wenn es einem nicht gegeben war.
„Unfälle können passieren. Davor ist keiner gefeit. Nicht mal Odette und ihr Kindergartenclub. Es wäre eine Schande, würde ihr oder den Clowns was passieren und sie dadurch ihre Meinung ändern.“, noch einen Zug von der Zigarette nehmend, sah er durch den sich kräuselnden Qualm zu Clarence empor.
Der Blonde musste mit diesen Leuten nicht alleine fertig werden, Odette und ihr kleiner Fanclub war nicht alleine sein Problem und Matthew war absolut bereit alles zutun um Clarence Ärger vom Hals zu halten.
Die Übernahme des Clans war keine Option mehr, seit Mo‘Ann die Kinder seines Mannes ins Spiel gebracht hatte. Seither war es eine Notwendigkeit. Ein Scheitern würde weitreichende Konsequenzen haben die keiner von ihnen beiden würde tragen wollen und deshalb durfte und würde Odette nicht gewinnen, egal ob sie nun schon Pläne schmiedete oder es in ihrer Naivität eben nicht tat.
Missmutig schüttelte sich das Pferd zwischen ihnen und ließ sich kurz darauf zurückfallen um am Wegesrand Gras zu zupfen, Cassie sah dem Tier kurz hinterher, dann schloss er die entstandene Lücke und rempelte Clarence spielerisch mit der Schulter an.
„Das ist nicht alleine dein Krieg, Blondi. Das weißt du, hm? Ich werd jetzt anstandshalber sagen ‚wenn ich Odettes Chancen für einen Meinungswechsel etwas verstärken soll, dann lass es mich einfach wissen‘. Aber auch wenn du mir nichts dergleichen sagst, kann ich dafür garantieren, dass ich die Sache in die Hand nehme, wenn ich merke die haben es zu sehr auf dich abgesehen. Ich meine, ein bisschen Gegenwind kannst du vertragen, wirkt auch glaubhafter - aber wenn’s richtig hässlich wird…“, Cassiel zog die Schultern hoch und breitete die Arme aus, in einer ‚Was-will-man-machen“ Geste.
„Dann legen die sich mit uns beiden an und ich will verdammt sein, wenn sie uns beiden gewachsen sind.“ - wenn die letzten Monate ihn eines auf die harte Tour gelehrt hatten dann, dass sie beide nicht kleinzukriegen waren. Nicht Monster, nicht Verletzungen, nicht Nahrungsknappheit oder Einsamkeit, nicht Wind oder Wetter oder ein übermächtiger Feind… nichts davon hatte sie in die Knie gezwungen und in Falconry Gardens würde das nicht anders werden.
Kain und Abel liefen bellend zu dem namenlosen Pferd zurück und sprangen kläffend um den Hengst herum, in gebührendem Abstand zwar und dennoch voller Übermut. Das ungezähmte Pferd wieherte, warf den Kopf zurück und trabte - flankiert von den beiden Hundebrüdern wieder in ihre Richtung. Auf gleicher Höhe zu Matthew angekommen schnaubte es, legte die Ohren in typischer Manier an und trottete neben dem Dunkelhaarigen her, sodass ihre kleine Gruppe wieder vollständig war.
„Wenn du Angst davor hast, dass sie uns zuvorkommen, dann sollten wir zusehen, dass sie dazu nicht kommen.
Meinst du Mrs. McIntosh würde für dich sprechen? Dann zieh sie auf unsere Seite bevor es hart auf hart kommt.
Mo‘Ann will das du den Laden übernimmst. Wenn es nach mir ginge würden wir alles in Grund und Boden stampfen was Nathan aufgebaut hat, aber ich weiß, dass das nicht richtig wäre. Trotzdem…“, er sprach nicht weiter, nahm stattdessen einen weiteren Zug von der Zigarette und schüttelte den Kopf um die Gedanken, die schon auf seiner Zunge lagen loszuwerden.
„Wenn du offen nach der Clanführung greifst werden sich die Leute in mindestens zwei Lager spalten. Vielleicht sogar in noch mehr, weil andere auch ihren Hut in den Ring werfen. Du hast gesagt Odette ist egal wie es dem Clan geht, so lange sie sich selbst einen Namen macht und sich beweist. Wie wäre es, wenn wir sie dazu zwingen eine derart große Dummheit zu begehen, dass alle im Clan erkennen müssen, dass sie am Arsch sind, sobald das Fräulein das Sagen hat?“
„‚Als Jäger hat man es nicht nur leicht‘“, echote Clarence amüsiert die Worte seines Mannes. „So So. Scheint ein hartes Leben zu sein, von dem du da redest.“
Obwohl er wusste, dass es als Anspielung auf die Situation von Odette und ihren Freunden gemünzt war, klang es fast, als würde Cassie seine eigenen Erfahrungswerte aus dem Nähkästchen plaudern. Allein die Vorstellung davon fand der Blonde auf eine Weise unterhaltsam, dass er ihre Sorgen fast schon für einen Moment vergaß.
Das härteste an Clarence‘ Leben war derweil Matthew, der mit einer Selbstverständlichkeit lediglich sich selbst eine Zigarette gönnte, dass es einem fast wehtat. Die eheliche Güterteilung hatte schon immer an der sehr strickt gezogenen Grenze zum Tabak geendet, auch wenn es nie offiziell ausgesprochen worden war. Sie verschwamm nur dann, wenn Cassie seinen Kram leer geraucht hatte und sich plötzlich am Beutel des Älteren verging.
Manchmal hatte der Schamane schon darüber nachgedacht, seinem Tabak zur Strafe einfach welche von jenen Kräutern unterzumischen, die der Dunkelhaarige nicht besonders gut vertrug - also so ziemlich alles, was nicht Tabak war. Bei dem einen redeten geröstete Hasen mit Cassie, das andere ließ ihn dunkle Gestalten durch die Wälder huschen sehen und von dem halluzinogenen Tee, an dem sein damaliger Nur-Weggefährte mal genippt hatte, wollte Claire gar nicht erst anfangen.
Vielleicht würde eine derartige Lektion Matthew davor bewahren sich künftig wieder ungefragt an seinem Tabak zu vergehen. Aber auf der anderen Seite wusste man ja nie, wann der Langfinger wieder zu klauen begann. Am Ende watete er, seines gesunden Menschenverstandes enthoben, mitten in der Nacht in den Teich und ertrank ihm dort. Das wiederum konnte der Jäger auch nicht verantworten.
Es blieb also wie es war: Matthew rauchte und Clarence darbte, so wie es schon immer gewesen war und immer sein würde.
„Wie du bei jungen Frauen einen Meinungswechsel bewirkst, dessen bin ich mir gewahr. Vielen Dank, darauf kann ich verzichten“, gab Clarence derweil zu bedenken, auch wenn er wusste wie genau sein Mann es gemeint hatte. Aber es hatte schon ausreichend Situationen auf ihrer Reise gegeben, bei denen Matthew durch sein schmeichelndes Auftreten dafür gesorgt hatte, dass erst Herzen höher schlugen und sich im Anschluss dadurch irgendwelche Vorteile für sie ergaben.
Kurz blickte er hinter ihnen zu den Hunden, die erst das missgestimmte Pferd spielerisch umsprangen, bevor alle drei wieder langsam zu ihnen aufholten. Zweifelsohne war ihre kleine Gruppe seltsam anzusehen, doch fragte man ihn, konnte er sich die Dinge kaum besser vorstellen als so, wie sie derzeit waren. Wenn er an seine Zeit nach Nathan zurück dachte, einsam und allein in den Wäldern des Madmen Forest, fühlte er sich im Vergleich dazu heute wie der reichste Mensch der Welt. Er hatte einen Ehemann, ein Haus, zwei treue Hunde und ein Pferd, das ihn zwar nicht leiden konnte aber ihn wenigstens am Leben ließ. Das war mehr, als er sich noch vor wenigen Jahren jemals erträumt hätte.
„Wie gesagt, ich befürchte, diese derart große Dummheit bekommt sie bald alleine hin. Aber was plant sie, das beschäftigt mich“, fasste er seine Gedanken auf den Punkt gebracht zusammen und blickte von den Hunden zurück zu seinen Mann, ihn still musternd. „Ich habe sogar schon darüber nachgedacht das Risiko einzugehen und ihr Zimmer zu durchsuchen auf der Suche nach irgendwas, das ihr seltsam vorfreudiges Verhalten erklärt. Vielleicht rechnet es sich, wenn wir auch eine Dummheit begehen. Am Ende überschätzen wir diese Bande maßlos und müssen uns einfach auf deren grenzdebiles Niveau herab lassen um zu verstehen, wie solche Leute denken. Aber ich bezweifle, dass Menschen wie Mo‘Ann und Nathan dazu in der Lage sind ein Kind zu zeugen, dass tatsächlich so dumm ist.“
Vielleicht sah er auch einfach den Wald vor lauter Bäumen nicht, weil er zu lange mit Nathan unterwegs gewesen war. Dieser Mann schmiedete keine Pläne, er ebnete Wege und ließ den Dingen seinen Lauf, sie formend und lenkend, bis ihm die Richtung genehm war. Nagi Tankas Kopf hatte nicht funktioniert wie der von anderen Menschen und auch wenn er einige Dinge bis heute nicht verstand, so hatte er eines von seinem einstigen Lehrmeister gelernt:
Eine Saat in den Köpfen anderer zu pflanzen und Geduld zu zeigen, zahlte sich auf lange Sicht oft besser aus, als mit dem Kopf durch die Wand zu wollen.
„Ich bezweifle nicht mal, dass du selbst in so einer überschaubaren Kleinstadt wie hier dazu in der Lage wärst deinen Zauber zu wirken. Ich hoffe, das weißt du“, hob der Blonde beschwichtigend die Schultern, denn unterm Strich sollte das nicht heißen, dass er Cassies Kompetenzen im Bereich Verschwinden und Verschwinden lassen damit untergraben wollte. Wenn er sich eine Person aussuchen könnte, mit dem er sich in dieser Lage hier befand, würde er niemals jemand anderen dafür aussuchen außer seinen Mann. „Aber wenn ich über unsere Möglichkeiten nachdenke… dann muss ich mittlerweile immer länger darüber nachdenken, ob all die Ideen unsere Ideen sind oder ob sie uns nur deshalb notgedrungen in den Kopf kommen, weil Mo‘Ann uns die Pistole auf die Brust drückt. Weißt du, was ich meine?“
Er wollte sich nicht von dieser Frau zu einem schlechten Menschen machen lassen, nur um das Ziel zu erreichen, was sie ihnen vorgab. Das hatte Nathan Abaelardus lange genug mit ihnen getan.

